450 EURO Minijobs: Vor- und Nachteile für Arbeitgeber

Verdient ein Angestellter monatlich bis zu 450 Euro, dann hat dieser den Vorteil der Nichtzahlung von Steuern und Sozialabgaben. Aber auch für Unternehmer kann die Einstellung von Minijobbern Vorteile mit sich bringen.

Im Folgenden haben wir für Sie die Vor- und Nachteile von 450 EURO Minijobs aus der Unternehmersicht zusammengestellt. Im Vorfeld möchten wir zwei entscheidende Vorteile für Unternehmen hervorheben.

1.    Die gegebene Flexibilität durch den Einsatz von 450 EURO Minijobs

Unternehmen müssen flexibel im Markt agieren. Kurzfristige Aufträge überlasten oft die vorhandenen Kapazitäten und bei der Bearbeitung fallen meistens Überstunden für das Vollzeitpersonal an. Das Arbeitsklima und die Motivation der Mitarbeiter leiden darunter. Um zusätzliches Vollzeitpersonal zu beschäftigen, ist die Auftragslage allerdings zu wechselhaft.
Gerade dann sind 450 EURO Minijobs ein gutes Flexibilisierungsinstrument. Für Unternehmer ist der Minijob eine Möglichkeit, mit geringen Änderungen auf Auftragsspitzen zu reagieren.

2.    Das Wissen im Unternehmen halten

Ein weiteres Argument für einen Minijob ist, es das Wissen im Unternehmen zu halten. Geht ein erfahrener Mitarbeiter in Rente, kann das Unternehmen ihn als Minijobber weiterhin beschäftigen. So bleibt sein Fachwissen dem Betrieb erhalten.

Vorteile aus Sicht des Unternehmers

  • Der bürokratische Aufwand ist gering. Dieses einfache Verfahren beruht darauf, dass Nebenjobs auf 450 Euro Basis über die Minijobzentrale verwaltet werden. Für alle Arbeitnehmer wird dort die Anmeldung vorgenommen und entsprechend dem monatlichen Verdienst eine Pauschale zur Sozialversicherung abgeführt.
  • Minijobber erhalten ihr Gehalt brutto gleich netto. Insbesondere im Vergleich zur Bezahlung von Überstunden im regulären Beschäftigungsverhältnis mit entsprechend hohen Steuersätzen ergeben sich deutliche Steuervorteile.
  • Minijobber können normalerweise in Randzeiten oder an Wochenenden flexibel eingesetzt werden (Flexibilisierungsinstrument).
  • Zu den 450 EURO Minijobs können steuerfreie Entgeltanteile gezahlt werden.
  • Der Minijob bietet zudem die Möglichkeit für Arbeitgeber und Arbeitnehmer einander kennenzulernen.

Nachteile aus Sicht des Unternehmers

  • Minijobs sind für den Arbeitgeber teurer als sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse. Anstelle des Arbeitgeberbeitrages zur Sozialversicherung von rund 20 % für sozialversicherungspflichtig Beschäftigte muss er für einen Mini-Jobber pauschal 30 % zahlen. Allerdings handelt es sich zu 100 % um Betriebsausgaben.
  • Begrenzter Arbeitsumfang
  • Minijobber sind in der Regel weniger fest in das Unternehmen und die Arbeitsprozesse eingebunden als festangestellte Mitarbeiter.
  • Der Minijobber erhält fast denselben arbeitsrechtlichen Schutz wie sozialversicherungspflichtig Beschäftigte etwa im Bereich Entgeltfortzahlung, Kündigungsschutz, Urlaub und mehr.

Fazit:

Jeder Arbeitgeber sollte die Vor- und Nachteile von 450 EURO Minijobs gegeneinander abwägen. Minijobs sind zwar einfach zu verwalten, aber wirtschaftlich nicht in jedem Fall von Vorteil. Allerdings überwiegt die Flexibilisierungsmöglichkeit der Arbeitszeiten für einen Unternehmer, sodass Minijobs eine gute Alternative zu Vollzeitbeschäftigungen darstellen.

 

Links:

Zum Schluss möchten wir noch auf ein interessantes Anschreiben an die Arbeitgeber durch die Minijobzentrale wegen der Änderungen bei 450 EURO Minijobs hinweisen. Hier sind alle Einzelheiten zum 450 EURO Minijob für Arbeitgeber zusammengefasst: www.minijob-zentrale.de/DE/Service

Teilen
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Bitte die folgende Aufgabe lösen: * Time limit is exhausted. Please reload CAPTCHA.