Die Beitragsberechnung in der Berufsgenossenschaft

Beitragsabrechnung in der Berufsgenossenschaft

Beitragsabrechnung in der BerufsgenossenschaftDie Berufsgenossenschaft als Träger der gesetzlichen Unfallversicherung für Beschäftigte der Landwirtschaft und der privaten Unternehmen muss sich hauptsächlich über die Beiträge ihrer Mitglieder finanzieren. Die Kosten entstehen zu allererst durch die Leistungen, die erbracht werden müssen, aber auch durch Präventionsmaßnahmen, Verwaltungskosten und Ähnlichem. Die Art und Weise sowie Höhe der Beiträge unterscheidet sich bei der Berufsgenossenschaft der Landwirtschaft von der in der Privatwirtschaft.

Seit Beginn des Jahres 2013 hat sich die Verwaltung in der Landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft geändert, da sie mit den sonstigen Sozialversicherungszweigen zusammengelegt wurde. Entstanden ist der „Verbundträger Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau“. Dennoch wird in Regionen unterschieden, was bei der BG der Privatwirtschaft nicht der Fall ist.

Die Beitragssätze in der Landwirtschaft

Fast 870 Millionen Euro werden allein in dieser BG für alle genannten Maßnahmen ausgegeben. Diese Summe kann nicht allein durch Beiträge eingenommen werden. Daher fließen aktuell rund 200 Millionen an Subventionen in die BG. Laut § 123 Abs. 1 SGB VII gehören dazu auch Binnenfischer und Imker, die Forstwirtschaft und andere Zweige, die nicht zur klassischen Landwirtschaft zählen.

Kennzeichnend für die Beiträge in der Berufsgenossenschaft ist, dass die Beiträge immer entsprechend der Ausgaben im Vorjahr berechnet werden. Eine Änderung ist aktuell in Arbeit, da im Jahr 2014 erstmalig ein einheitlicher Beitragsbemessungsmaßstab aus dem Vorjahr zu Grunde liegen soll, und nicht mehr ein regional Verschiedener. Gleich bleibt, dass im Beitrag eine Berücksichtigung des Unfallrisikos eingearbeitet und ein Grundbeitrag fällig werden. Dieser muss von nebenberuflichen Landwirten nicht gezahlt werden. Zudem werden Hebesätze errechnet und auch ein Lastenausgleich festgelegt.

Die Beitragsberechnung in der Privatwirtschaft

Eine Formel bringt die Beitragsberechnung in der Berufsgenossenschaft auf den Punkt: Um alle Gefahren und anderen Faktoren gerecht gewichten zu können, werden Arbeitsentgelte (Zahlung der Löhne an Mitarbeiter) und der sogenannte Beitragsfuß (Berechnung aus Umlagesoll und weiterer Faktoren) mit der Gefahrenklasse multipliziert und durch 1.000 geteilt. Auf dieses Ergebnis werden noch Zuschläge oder Nachlässe berechnet, damit gerechtigkeitshalber die Unfälle im entsprechenden Betrieb ebenfalls berücksichtigt werden.

Die Berechnung der Beiträge für die Berufsgenossenschaften ist ein relativ kompliziertes Konstrukt, das alle Faktoren berücksichtigen muss. www.dguv.de/de/Ihr-Partner/Arbeitgeber-Unternehmer/Die-Beitragsberechnung/index.jsp. Denn um die speziellen Eigenschaften des Betriebes berücksichtigen zu können, spielen Lohnsummen und Unfallrisiko eine entscheidende Rolle. Da die Berechnung sich immer auf rückwirkende Zeiten bezieht, werden aktuelle Anpassungen relativ zeitnah eingearbeitet. Für die Landwirtschaft gelten noch einmal andere Grundlagen, da hier allein schon in der Produktionsweise andere Regeln gelten müssen. www.svlfg.de/50-vmb/vmb02.

 

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