Die Berechnung der Insolvenzgeldumlage

Die Insolvenzgeldumlage wird von den Krankenkassen eingezogen und zuständigkeitshalber an die Agentur für Arbeit weitergereicht. Doch um welche Betragshöhe handelt es sich dabei? Aktuell beläuft sich die Umlage auf 0,15 % der Bruttolöhne.

Grundlage der Berechnung

Die Grundlage der Berechnung bzw. der Höhe bildet eine Rechtsverordnung aus dem Jahr 2009, die alljährlich und bundeseinheitlich festgelegt wird. Diese besagt sinngemäß, dass die Umlage so bemessen sein muss, dass sie für die voraussichtlichen Leistungsfälle ausreicht, und eventuelle Überschüsse oder Fehlbestände im nächsten Jahr ausgeglichen werden sollen. Um zu verhindern, dass Unternehmen mit höheren Umlagesätzen belastet werden, wenn die Konjunktur schwach ist (und damit mehr Leistungen benötigt werden), wurde die bisherige Verordnung im November 2012 durch den Bundesrat geändert. Seither beträgt die Umlage stets 0,15 %.

Die Beitragsbemessung

 Die Regeln zur Berechnung des Gesamtsozialversicherungsbeitrages finden sinngemäß bei der Umlage Anwendung. Grundlage bildet das rentenversicherungspflichtige Entgelt bis zur Beitragsbemessungsgrenze, die für die Berechnung der Rentenversicherung zugrunde gelegt wird. Saisonkräfte aus dem Ausland sind in Deutschland nicht rentenversicherungspflichtig. Daher muss für sie auch keine Umlage gezahlt werden. Die Berechnung der Umlage erfolgt im Rahmen der monatlichen Lohnabrechnung durch den Arbeitgeber. Beispiel: Wird einem Angestellten ein rentenversicherungspflichtiges Bruttoentgelt von 3.000 Euro gezahlt, so beträgt die derzeitige Umlage davon 0,15 %, also 4,50 Euro.

Eine Nichtzahlung der Umlage oder deren unpünktliche Anweisung hat einen Säumniszuschlag zur Folge. Dieser wird in Höhe von 1 v. Hundert für jeden angefangenen Monat fällig, den das Versäumnis besteht.

Die Umlage sorgt dafür, dass die Gemeinschaft der Unternehmen zusammen für die Zahlung aufkommt, die an die Angestellten eines insolventen Betriebes gezahlt wird und zwar als Ersatz des Arbeitslohns für die 3 Monate vor Eröffnung des Insolvenzverfahren

Das Prinzip, dass die Gemeinschaft für Zahlungen aufkommt, gilt für alle drei Umlagen,  die ein Unternehmen in Deutschland entrichten muss. Die Umlage -U1- für Entgeltfortzahlung wegen Krankheit (kleine Unternehmen bis 30 Angestellte) und die Umlage -U2- wird für die Zahlungen von Mutterschaftsgeld entrichtet.

Fazit:

Die Unternehmen müssen entsprechend ihrer gezahlten Löhne die Umlage selbst berechnen und abführen. Ansprechpartner für die Leistung gegenüber den Angestellten ist die Agentur für Arbeit. Die Beitragssätze für die Umlage sollen nach derzeitiger Gesetzeslage in der jetzigen Höhe von 0,15 % verbleiben. Unter www.lohn-info.de/insolvenzgeldumlage.html#berechnung sind weitere Informationen zu finden.

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