Die Berufsgenossenschaft: Freund und Helfer in der gesetzlichen Unfallversicherung

Ablauf der Verdienstabrechnung bei lohndirekt

Die Berufsgenossenschaft als Träger der gesetzlichen Unfallversicherung für Unternehmen ist in zwei Bereichen tätig: für Unternehmen der privaten Wirtschaft (gewerbliche Berufsgenossenschaft) und für Unternehmen der privaten Landwirtschaft (landwirtschaftliche Berufsgenossenschaft).Die Berufsgenossenschaft: Freund und Helfer in der gesetzlichen Unfallversicherung

Außer der Regulierung von Schäden in Form von medizinischer und finanzieller sowie auch beruflicher Rehabilitation in Folge von Arbeitsunfällen oder Berufskrankheiten geht es der Berufsgenossenschaft vor allem um die Verhütung dieser Fälle.

Abgesehen von der landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft, die Zuschüsse aus Steuermitteln erhält, besteht die Finanzierung dieser Körperschaften des öffentlichen Rechts aus dem Beitrag zur Berufsgenossenschaft, den ein Unternehmen zahlen muss. Während sich bei den Landwirten die Zuständigkeit nach geographischen Regionen unterteilt, liegt der Zuständigkeit bei den gewerblichen Berufsgenossenschaften die Wirtschafsbranche zugrunde.

Wird ein neues Unternehmen eröffnet, bekommt die zuständige Berufsgenossenschaft dies auf behördlichem Weg mitgeteilt, aber der Unternehmer ist dennoch verpflichtet, eine eigene Anmeldung vorzunehmen. Das dafür benötigte Formular kann beispielsweise online heruntergeladen werden.

Fragen treten allerdings immer wieder auf, wenn es um die Berechnung des Beitrages für die Berufsgenossenschaft geht. Erst nach Ablauf eines Geschäftsjahres wird festgelegt, in welcher Höhe dieser zu zahlen ist. Grundlage dieser Berechnung sind verschiedene Faktoren: so die Gefahrenklasse und die Lohnzahlungen an die Angestellten. Außerdem relevant ist der sogenannte Finanzbedarf, also die Summe, die die Berufsgenossenschaft innerhalb des letzten Jahres ausgeben musste.

Entsprechend der zahlungspflichtigen Unfälle des letzten Jahres werden dem Unternehmen Zuschläge oder Nachlässe gewährt, wobei Wegeunfälle keine Berücksichtigung finden.

Die bereits angesprochenen Aufgaben der Berufsgenossenschaft sind in Prävention, Rehabilitation und Entschädigung zu unterteilen. Zu ersteren gehören alle Maßnahmen, die unternommen oder unterstützt werden, um die leistungsfähigen Vorfälle zu vermeiden. Dazu gehören allseits bekannte Arbeitsschutzmaßnahmen ebenso wie alles, wozu die Unternehmen in diesem Zusammenhang angehalten oder sogar gesetzlich veranlasst werden können.

Bei der Rehabilitation geht es vorrangig darum, entstandene Gesundheitsschäden zu beheben. Dazu gehören nicht nur die finanziellen Maßnahmen, wie die Kostenübernahme für ärztliche Behandlungen, sondern auch die Organisation diverser Maßnahmen, wie beispielsweise Kuren.

Das weite Feld der Entschädigungen bezieht sich zum einen auf den Geschädigten selbst. Das kann beispielsweise eine Rente sein, die in Folge einer eingeschränkten Erwerbsfähigkeit gezahlt wird. Doch ebenso leistet die Berufsgenossenschaft an Hinterbliebene, wenn ein Familienmitglied in Folge seiner Berufstätigkeit verstorben ist.

Hier ist auch der Zusammenhang zu erkennen, der die Arbeit der Berufsgenossenschaften auszeichnet: Man versucht, möglichst viele Arbeitsunfälle bzw. Berufskrankheiten zu verhindern, und kann die so eingesparten Entschädigungs- oder Rehabilitationskosten wiederum in die Prävention stecken. Somit ist die Berufsgenossenschaft daran interessiert, dass die Unternehmen möglichst perfekte Umsetzungen der entsprechenden Gesetzlichkeiten gewährleisten. Und gleichzeitig sind die Unternehmen daran interessiert, durch eine geringe Höhe an Schadenfällen weniger Beiträge entrichten zu müssen.

Über den folgenden Link kommen Sie zu einer Übersicht mit Kontaktdaten und Anschriften aller gewerblichen Berufsgenossenschaften, die vom Hauptverband der gewerblichen Berufsgenossenschaften zusammengestellt wurde.

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