Betriebliches Gesundheitsmanagement als Win-Win-Situation – Effektiv und nachhaltig Fehlzeiten verringern!

Betriebliches Gesundheitsmanagement als Win-Win-Situation - Effektiv und nachhaltig Fehlzeiten verringern!

Krankheit verursacht in Unternehmen einen enormen wirtschaftlichen Schaden. Mit einem gut strukturierten und langfristig durchgeführten Gesundheitsmanagement können Sie diese Kosten eindämmen! Es gibt verschiedenste Maßnahmen, die Ihren Mitarbeitern helfen werden, bewusster mit ihrer Gesundheit umzugehen und diese zu fördern. Das Einführen eines betrieblichen Gesundheitsmanagements fördert nicht nur die Leistungsfähigkeit und Gesundheit ihrer Mitarbeiter, sondern macht Ihren Betrieb attraktiver für neue Fachkräfte.

Die Winterzeit ist fast vorüber. Zum Glück kann man sagen, denn dieser Jahresabschnitt ist die Zeit  mit den meisten Mitarbeiterausfällen durch Krankheit. Viele Unternehmen beklagen, dass Fehltage gerade in den Winterwochen immer wieder empfindliche wirtschaftliche Einbußen verursachen. Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) schätzt den volkswirtschaftlichen Gesamtschaden, der jährlich durch Krankheit entsteht, auf 225 Milliarden Euro. Dazu zählen die Angestellten -> Arbeitnehmer, die sich krankschreiben lassen, und die, die krank zur Arbeit gehen und dadurch Fehler verursachen. Daher versuchen immer mehr Unternehmen, präventiv gegen den Krankheitsausfall bei ihren Mitarbeitern vorzugehen.

Wodurch können Sie effektiv eine Fehlzeitensenkung Ihrer Mitarbeiter erreichen?

Durch ein gut strukturiertes und langfristig durchgeführtes betriebliches Gesundheitsmanagement.

Was beinhaltet dieses betriebliche Gesundheitsmanagement?

Es befasst sich mit Maßnahmen, um die Mitarbeiter in einem Unternehmen gesünder bzw. leistungsfähiger zu machen, sowie die Fehleiten, die durch Krankheit verursacht werden, zu senken. Es besteht aber nicht nur darin, Vorkehrungen, die die Gesundheit der Mitarbeiter verbessern, zu treffen, sondern ebenfalls auch Wissen zu vermitteln,  um so die Mitarbeiter zu einer Änderung ihrer individuellen Einstellung zur Gesundheit hinzuführen. Denn auch wenn sehr viele Maßnahmen der Gesundheitsförderung angeboten werden, aber die Mitarbeiter diese durch fehlende Eigeninitiative nicht in Anspruch nehmen, wird eine Senkung der Fehlzeiten nicht erreicht. Deswegen muss zunächst das Bewusstsein für die eigene Gesundheit geschärft werden.

Lohnt sich es sich in die Gesundheit Ihrer Mitarbeiter zu investieren?

Ja, denn nur wer fit ist, kann Höchstleistungen erbringen. Zudem trägt Bewegung wesentlich zum psychischen Wohlbefinden bei. Wer fit ist, der fühlt sich auch am Arbeitsplatz wohl in seiner Haut! Das führt dazu, dass die Arbeitnehmer weniger krank sind, weil sie auf ihre Gesundheit achten und dadurch resultieren weniger Fehltage. Das bedeutet wiederum für den Arbeitgeber, dass er weniger Kosten hat, die durch Fehler von unmotivierten Mitarbeitern und den krankheitsbedingten Ausfall von Fachpersonal entstehen.

Um die richtigen Maßnahmen anbieten zu können, muss zunächst eine Analyse der Belegschaft durchgeführt werden. Ist diese Analyse erfolgt, können individuell auf Personengruppen abgestimmte Maßnahmen angeboten werden.  Des Weiteren liegt besonders hohe Wichtigkeit auf die langfristige Planung solcher Maßnahmen, denn es kann in einem kurzen Zeitraum kaum etwas an der Gesundheit der Mitarbeiter verändert werden.

Gibt es zusätzliche Vorteile für Arbeitnehmer?

Gemäß § 3 Nr. 34 EStG wurde bereits rückwirkend zum 01.01.2008 ein Freibetrag für Arbeitgeberleistungen zur betrieblichen Gesundheitsförderung in Höhe von jährlich EUR 500,00 je Arbeitsnehmer eingeführt, wodurch Arbeitnehmer die vom Arbeitgeber bezahlten Leistungen nicht mehr als geldwerte Vorteile versteuern müssen. Bestimmte Leistungen des Arbeitgebers zur betrieblichen Gesundheitsförderung sind bis zu 500 € je Mitarbeiter und Jahr steuer- und sozialversicherungsfrei.  Dadurch  sollen Arbeitgeber zusätzlich motiviert werden, betriebsinterne Maßnahmen der Gesundheitsförderung für die Mitarbeiter durchzuführen.

Im Folgenden werden einige Maßnahmen zur Gesundheitsförderung in einem Unternehmen beleuchtet.

Mögliche Maßnahmen im Rahmen einer betrieblichen Gesundheitsförderung:

1. Es können Seminare zu Themen wie Bewegung, Ernährung, Stressmanagement usw. angeboten werden. Diese Seminare werden oft von Sportmedizinern, Physiotherapeuten, Ernährungswissenschaftlern und Psychologen durchgeführt. Es ist ohnehin zu empfehlen, dass diese fachkundigen Personen jegliche Maßnahmen im Rahmen des Gesundheitsmanagements begleiten, da möglicherweise das eigene Fachwissen und / oder das Wissen der Führungskräfte in dieser Hinsicht begrenzt ist. Die angebotenen Seminare fördern das Bewusstsein für die Gesundheit und zeigen Mittel und Wege, dieses Bewusstsein einfach in das berufliche und private Leben zu integrieren.

2. Eine zweite Möglichkeit die Gesundheit innerhalb des Unternehmens zu fördern, bietet das Angebot an Lebensmitteln durch eine Kantine, durch Körbe mit Obst, die für jeden zugänglich sind, oder die Bereitstellung von gesunden Getränken. Achtung: Falls die 44 -€- Sachbezugsgrenze beim einzelnen Arbeitnehmern schon ausgeschöpft ist, dann muss die Mahlzeit bei den Arbeitnehmern z. B. als Sachbezug für Frühstück versteuern und verbeitragt werden. Dadurch kann auch aktiv während der Arbeitszeit eine leistungsfähige Belegschaft gefördert werden.

3. Sportangebote und Schulungen zur Verbesserung der Körperhaltung während der Arbeit sind Maßnahmen, die schon von vielen Unternehmen zur Verfügung gestellt werden. Ferner können den Mitarbeitern auch Rabatte durch Kooperationen mit Dienstleistern für Wellness-Angebote ermöglicht werden.

Auf eine vierte Maßnahme wollen wir etwas näher eingehen: Das Zahlen eines Gesundheitsbonus!

Ein Gesundheitsbonus kann zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer vereinbart werden. Dieser wird dann als Einmalzahlung ähnlich wie das Weihnachtsgeld ausgezahlt. Es kann individuell vereinbart werden, wann dieser Bonus gezahlt wird und wann nicht. Möglicherweise stellt ein Arbeitgeber seinem Mitarbeiter einen Gesundheitsbonus von €200,00 in Aussicht, wenn dieser in einem Jahr keine Ausfälle durch Krankheit zu verbuchen hat. Beim Gesundheitsbonus ist aber zu beachten, dass dieser laut Urteil des Landesarbeitsgerichts (LAG) München (Az.: 8 Sa 131/09) nicht Bestandteil des Arbeitsvertrages oder als Zusatz zum regelmäßigen Gehalt erlaubt ist. Axel Görg, Rechtsanwalt und Notar, sagt dazu: „Nach dem Entgeltfortzahlungsgesetz darf dem Arbeitnehmer wegen Krankheit kein Nachteil entstehen – das gilt auch hier.“ Dieser Bonus muss also als freiwilliges Extra des Arbeitgebers erkennbar sein.  Quelle- http://www.faz.net/aktuell/beruf-chance/recht-und-gehalt/bonussysteme-wenn-leistung-sich-lohnt-11747268.html

Abschließend ist zu sagen, dass ein langfristig durchgeführtes betriebliches Gesundheitsmanagement nicht nur für weniger Ausfälle durch Krankheit sorgt, sondern zusätzlich auch die Motivation der Mitarbeiter verbessert! Die Fehlerquote kann dadurch möglicherweise gesenkt werden und Sie können dazu beitragen, Ihr Unternehmen gesünder zu machen! Dadurch wird die Mitarbeiterbindung zum Unternehmen gesteigert und Sie werden zu einem attraktiven Arbeitgeber für neue Fachkräfte. Es hat also nur Vorteile für Sie ein betriebliches Gesundheitsmanagement einzuführen!

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