Die Pfändungstabelle 2014

Pfändungstabelle 2014

Die Pfändung von Lohn oder Gehalt unterliegt strengen Regeln. Eine davon ist der Freibetrag, der dem Arbeitnehmer trotz Pfändung vom Arbeitgeber überwiesen werden muss. Damit wird der Unterhalt des Mitarbeiters und dessen Angehörigen gewährleistet. Welche Freigrenzen im speziellen Fall anzuwenden sind, ist der Pfändungstabelle zu entnehmen.

Berechnung der Pfändungsbeträge

Das Gericht hat dem Arbeitgeber einen Pfändungs- oder Pfändungs-und Überweisungsbeschluss übermittelt. Die Lohnberechnung muss nun erfolgen, indem das pfändbare Einkommen ermittelt wird (zunächst Brutto, dann durch Abzug von Sozialbeiträgen und Steuern auch Netto). Doch jedem Schuldner steht ein Freibetrag zu, der danach ausgelegt ist, wie viele Unterhaltsberechtigte vom Gehalt des Mitarbeiters leben. Dies muss durch den Arbeitgeber ermittelt werden. Ist bekannt, dass es beispielsweise 2 Personen sind (Ehefrau und ein Kind, oder Mutter und ehemaliger Ehepartner usw.), kann dank der Pfändungstabelle auf einen Blick abgelesen werden, welcher Betrag an den Gläubiger zu überweisen ist.

Neufassung der Pfändungstabelle

Um aktuelle Gegebenheiten zu berücksichtigen wurde von gesetzlicher Seite festgelegt, dass die Freigrenzen alle zwei Jahre neu festzulegen sind. Dies geschieht immer zum 1.7., letztmalig zum 1. Juli 2013. Diese Pfändungstabelle, die bis 30.6.2015 Gültigkeit besitzt, ist in mehreren Veröffentlichungen im Internet nachzulesen. Sie wurde unter dem Namen „Pfändungsfreigrenzenbekanntmachung“ veröffentlicht.

 

Beispiele anhand der aktuellen Fassung der Pfändungstabelle 2014

Bei den aktuellen Werten ist abzulesen, dass ein pfändbares Einkommen, welches unter 1.050 Euro liegt, nicht an den Gläubiger überwiesen werden darf. Erst darüber kann gepfändet werden. Wer einer Person Unterhalt zu gewähren hat, muss erst ab einem Nettoeinkommen von 1.440 Euro einen Teil seinen Einkommens pfänden lassen. Die Tabelle sieht einen Fall mit bis zu 5 Unterhaltsberechtigten vor. Um hier eine Pfändung zu erreichen, muss der Mitarbeiter mindestens 2.320 Euro pfändbares Nettoeinkommen erhalten. Alle Beträge über 3.203, 67 sind prinzipiell voll pfändbar. Hier endet die Tabelle.

 

Wichtig für Arbeitgeber

Da dem Arbeitgeber die verantwortungsvolle Aufgabe obliegt, dieses pfändbare Einkommen zu errechnen und den Pfändungsbetrag dann in der Tabelle abzulesen und zu überweisen, sollten diesem auch alle Veränderungen angezeigt werden. Das kann beispielsweise die Geburt eines Kindes sein oder wenn sich während der Zeit, in der die Pfändung läuft, die Tabelle mit den Freibeträgen ändert.

Hilfe vom Gericht

Sollten bei einem Arbeitgeber mehrere Vollstreckungen für einen Mitarbeiter eingehen, so muss dieser strickt nach Eingang der Forderung zahlen. Führen jedoch bestimmte Überschneidungen oder schwierige Fälle zu einem Problem, kann der Arbeitgeber Hilfe vom Gericht erhalten. In solchen Sonderfällen kann das pfändbare Einkommen an das Gericht weitergegeben werden, welches die Verteilung unter den Gläubigern dann vornimmt.

Fazit:

Die Pfändungstabelle 2014 beinhaltet die aktuellen Werte, die als Freigrenzen bei Lohnpfändungen zu berücksichtigen sind. Sie müssen bei den Berechnungen des Arbeitgebers Berücksichtigung finden und können unter http://www.gesetze-im-internet.de/bundesrecht/pf_ndfreigrbek_2013/gesamt.pdf abgerufen werden.

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