http://www.lohn-gehaltsabrechnung.com Lohnabrechnung und Gehaltsabrechnung über Lohnbüro lohndirekt Tue, 19 May 2015 13:54:47 +0000 de-DE hourly 1 Preisträger “Prädikat Gold” – lohndirekt wurde in einer unabhängigen Studie mit dem “Prädikat Gold” im Bereich HR-Outsourcing ausgezeichnet http://www.lohn-gehaltsabrechnung.com/preistraeger-praedikat-gold-lohndirekt-wurde-in-einer-unabhaengigen-studie-mit-dem-praedikat-gold-im-bereich-hr-outsourcing-ausgezeichnet/ http://www.lohn-gehaltsabrechnung.com/preistraeger-praedikat-gold-lohndirekt-wurde-in-einer-unabhaengigen-studie-mit-dem-praedikat-gold-im-bereich-hr-outsourcing-ausgezeichnet/#comments Tue, 19 May 2015 13:48:08 +0000 http://www.lohn-gehaltsabrechnung.com/?p=1531

lohndirekt ist am 07.05.2015 als Dienstleister im Bereich HR-Outsourcing in einer unabhängigen Studie – basierend auf einer großen Umfrage bei Nutzern und Auftraggebern von HR-Dienstleistern durchgeführt von der ServiceValue GmbH in Kooperation mit dem VNR Verlag und dem Magazin „Personal im Fokus“ – mit der höchsten Punktzahl und dem „Prädikat Gold“ ausgezeichnet worden.

Thomas Petersen, Geschäftsführer  Lohndirekt GmbH (einfach effizient) bei der  Preisübergabe auf der Personal 2015 Nord in Hamburg

Thomas Petersen, Geschäftsführer Lohndirekt GmbH (einfach effizient) bei der Preisübergabe auf der Personal 2015 Nord in Hamburg

Wie wurde die Analyse durchgeführt?

Servicewert „P“ als valides Mess- und Steuerungsinstrument:

ServiceValue macht Service in seiner unternehmenswertbeeinflussenden Qualität messbar, analysier- und steuerbar und in seiner Wertigkeit für Dienstleister kommunizierbar. Hierzu dient z.B. der Servicewert „P“ (P wie Partner), als valides und in seiner Anwendung einfaches Instrument.
Durch die Fokussierung auf wertschöpfende Serviceaspekte bildet der Servicewert „P“ ein zentrales Maß für werthaltige Servicequalität, das unternehmens- wie branchen-übergreifend Service vergleichbar macht. Durch den engen Zusammenhang des Servicewert „P“ mit der Kundenbindung stellt er im Rahmen der strategischen Unternehmensführung ein wertvolles Instrument dar. Im Spannungsfeld zwischen Standardisierung und Individualisierung von Service-Leistungen ist für Unternehmen vor allem die Integrationsfähigkeit, das Befähigungspotenzial sowie der Zusatznutzen seiner Dienstleister bzw. Partner wichtig.

Tabelle der Nominierten

Wert eines HR-Supporter für die Unternehmen

In der vorliegenden Studie erfolgt die Wertermittlung und die mögliche Auszeichnung eines HR-Supporters über die Indexbildung (=Servicewert „P“) aus den drei Wert-Bestandteilen:

Indexbildung Servicewert 'P'

Dimensionen des Servicewert „P“

Der von ServiceValue entwickelte Servicewert „P“ erfasst drei Merkmale in ihrer Wirksamkeit beim Partner:

  • Integration: Wie gut passen die Produkte und Dienstleistungen zu den eigenen Strukturen und Abläufen?
  • Befähigung: Wie stark tragen die Produkte und Dienstleistungen zum eigenen Erfolg bei?
  • Zusatznutzen: Wie hoch ist der allgemeine Vorteil und der eigene Mehrwert durch die Serviceleistungen?

Diese Wert-Bestandteile werden zu einem ungewichteten Mittelwert zusammengefasst und ergeben den Servicewert „P“ als aussagekräftige Kennzahl.

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Befreiung von der Rentenversicherung – Das müssen Sie bei Einstellung eines Arztes beachten! http://www.lohn-gehaltsabrechnung.com/befreiung-von-der-rentenversicherung-das-muessen-sie-bei-einstellung-eines-arztes-beachten/ http://www.lohn-gehaltsabrechnung.com/befreiung-von-der-rentenversicherung-das-muessen-sie-bei-einstellung-eines-arztes-beachten/#comments Mon, 18 May 2015 11:47:25 +0000 http://www.lohn-gehaltsabrechnung.com/?p=1520 Der Arztberuf gehört zu den kammerfähigen Berufen. Somit sind Ärzte über das berufsständische Versorgungswerk pflichtversichert. Ärzte, die sich in einer Festanstellung befinden, können aus diesem Grund von der gesetzlichen Rentenversicherungspflicht befreit werden. Hierzu ist einiges zu beachten.  

Das ärztliche Versorgungswerk

Mit Berufseintritt ist jeder Arzt über die berufsständische Versorgungskasse pflichtversichert. Jedes Bundesland verfügt über eine Versorgungskasse, der alle im jeweiligen Bundesland tätigen Ärzte angehören. Die Versorgungskasse gewährleistet alle Leistungen, die bei nicht freien Berufen über die gesetzliche Rentenversicherung gesichert sind. Hierzu gehören die Altersrente, die Berufsunfähigkeitsrente, die Hinterbliebenenrente sowie das Sterbegeld.

Befreiung von der Rentenversicherungspflicht von Ärzten

Ärzte, die nicht freiberuflich tätig sind, sondern sich in einem Anstellungsverhältnis befinden, unterliegen grundsätzlich neben ihrer Pflichtmitgliedschaft in der ärztlichen Versorgungskasse auch der gesetzlichen Rentenversicherungspflicht. Um hier keine doppelten Beiträge an zwei verschiedene Versorgungskassen zu leisten, besteht die Möglichkeit für festangestellte Ärzte, sich von der gesetzlichen Rentenversicherungspflicht befreien zu lassen.

Die Voraussetzungen, um als Arzt von der Rentenversicherungspflicht befreit zu werden sind:

  • Für diese Berufsgruppe muss am jeweiligen Ort der ausgeübten Tätigkeit bereits vor dem 1. Januar 1995 eine gesetzliche Mitgliedschaft in der berufsständischen Versorgungskammer bestanden haben.
  • Es sind satzungsgemäß einkommensbezogene Beiträge zu zahlen (unter Berücksichtigung der Beitragsermessungsgrenze).
  • Es ist gewährleistet, dass aufgrund dieser zu leistenden Beiträge eine Absicherung für den Fall der verminderten Erwerbsfähigkeit, bei Eintritt ins Rentenalter sowie zur Absicherung möglicher Hinterbliebenen im Falle des Todes erfolgt, die den Leistungen der gesetzlichen Rentenversicherung entspricht.

Die Einzelheiten der gesetzlichen Grundlage sind im Sechsten Buch des Sozialgesetzbuches festgehalten.

Der Antrag wird vom Arbeitgeber schriftlich an das zuständige Versorgungswerk gerichtet. Das Antragsformular ist über die Internetseite des Deutschen Rentenversicherung Bunds zu beziehen und kann auch Online ausgefüllt werden unter:  Antrag zur Befreiung Rentenversicherungspflicht. 

Haftungsrisiko des Arbeitgebers

Nachdem der angestellte Arzt einen möglichst schriftlichen Antrag beim Arbeitgeber eingereicht hat, wird der Antrag zur Befreiung von der Rentenversicherungspflicht durch den Arbeitgeber gestellt und an die zuständige Versorgungskammer gesendet. Die Verantwortung über die Richtigkeit der im Antrag dargestellten Sachlage, die die Voraussetzung für die Befreiung darstellt, liegt allein beim Arbeitgeber. Er trägt somit auch das Risiko im Falle, dass die Befreiung aufgrund nicht korrekter oder nicht mehr gültiger Angaben erfolgte. In diesem Fall muss der Arbeitgeber sowohl Arbeitgeber- als auch Arbeitnehmeranteile zur gesetzlichen Rentenversicherung nachzahlen.

Weitere Informationen erteilt der Deutsche Rentenversicherung Bund unter www.deutsche-rentenversicherung.de.

Erneute Antragsstellung bei Beschäftigungswechsel

Bei Beschäftigungswechsel des von der Rentenversicherungspflicht befreiten Arztes ist Vorsicht geboten. Seit dem 31. Oktober 2012 gilt die Rechtsordnung, dass in diesem Fall eine erneute Antragsstellung nötig ist. Galt früher die gesetzliche Regelung, dass die einmal bewilligte Befreiung für das gesamte Berufsleben des Arztes Gültigkeit hat, sieht das Gesetz nun vor, dass bei jedem Arbeitgeberwechsel oder aber bei wesentlicher Änderung des Tätigkeitsfeldes die Voraussetzungen für die Befreiung erneut geprüft werden müssen. Lesen Sie auch gern hierzu folgenden Beitrag (hier klicken).

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Rentenversicherung für Freiberufler – Was im Falle einer Befreiung zu beachten ist http://www.lohn-gehaltsabrechnung.com/rentenversicherung-fuer-freiberufler-was-im-falle-einer-befreiung-zu-beachten-ist/ http://www.lohn-gehaltsabrechnung.com/rentenversicherung-fuer-freiberufler-was-im-falle-einer-befreiung-zu-beachten-ist/#comments Mon, 11 May 2015 13:23:28 +0000 http://www.lohn-gehaltsabrechnung.com/?p=1513 Freiberufler sind ebenso wie Selbstständige nicht grundsätzlich von der Rentenversicherungspflicht befreit. Sobald der Arbeitgeber mit einem freiberuflichen Mitarbeiter in ein Vertragsverhältnis tritt, das die regelmäßige Zahlung eines Honorars gewährleistet, ist die Rentenpflicht zu prüfen und gegebenenfalls der Antrag auf Befreiung von der Rentenversicherungspflicht zu stellen. Fehler in der Feststellung der Rentenversicherungspflicht kann im Falle einer Betriebsprüfung den Auftraggeber teuer zu stehen kommen. Denn das Risiko trägt in diesem Fall alleine der Arbeitgeber. Wird das Arbeitsverhältnis von der Deutschen Rentenversicherung im Nachhinein als abhängige Beschäftigung qualifiziert, ist der Arbeitgeber verpflichtet, sowohl die Arbeitgeber- als auch Arbeitnehmerbeiträge nachzuzahlen.

Was ist ein Freiberufler?

Freiberufler sind wissenschaftlich, erzieherisch, künstlerisch oder schriftstellerisch tätig und unterliegen damit nicht der Gewerbeordnung.

Grundsätzlich ist zunächst der Status zu überprüfen, denn dieser ist ausschlaggebend für das Vorliegen einer gesetzlichen Rentenversicherungspflicht. Vorsicht ist geboten bei Vorliegen einer so genannten „Scheinselbstständigkeit“. Denn selbst wenn der Vertrag auf eine freiberufliche Tätigkeit ausgerichtet ist, kann unter bestimmten Voraussetzungen eine Prüfung ergeben, dass das Arbeitsverhältnis als abhängige Beschäftigung zu bewerten ist und somit der Sozialversicherungspflicht unterliegt.

Der Status als Freiberufler ist unter anderem gekennzeichnet durch folgende Voraussetzungen:

  • Der Freiberufler arbeitet für mehr als nur einen Auftraggeber.
  • Er beschäftigt unter Umständen mindestens einen Mitarbeiter.
  • Er unterliegt keiner Weisungsbefugnis.
  • Der Auftraggeber greift nicht in die Tätigkeit des Freiberuflers ein d.h. der Freiberufler bestimmt Zeit, Ort, Arbeitsweise etc. eigenständig und muss nicht an den Auftraggeber berichten.
  • Der Freiberufler verfügt über eine eigene Betriebsausstattung.
  • Der Auftragnehmer erhält ein Honorar, kein Gehalt.

Auch wenn die genannten Klassifizierungsmerkmale plausibel erscheinen, ist die Feststellung des Status äußerst komplex. Um hier auf der sicheren Seite zu sein, empfiehlt es sich, diesen Status prüfen zu lassen. Hierzu bietet der Deutsche Rentenversicherungsbund ein Feststellungsverfahren an.

Wer unterliegt der Rentenversicherungspflicht?

In der Regel sind Freiberufler über die jeweiligen berufsständischen Versorgungswerke pflichtversichert und können von der gesetzlichen Rentenversicherungspflicht befreit werden. Anträge auf Befreiung werden von der Deutschen Rentenversicherung kostenlos zum Download unter http://www.deutsche-rentenversicherung.de/Allgemein/de/Inhalt/5_Services/04_formulare_und_antraege/01_versicherte/01_vor_der_rente/_DRV_Paket_Versicherung_Befreiung_von_der_Versicherungspflicht.html zur Verfügung gestellt.

Weitere Informationen zu der gesetzlichen Grundlage der Befreiung von der Rentenversicherungspflicht sind unter anderem auf der Internetseite der Arbeitsgemeinschaft berufsständischer Versorgungseinrichtungen übersichtlich zusammengefasst: http://www.abv.de/befreiung-von-der-gesetzlichen-rentenversicherungspflicht.html

Ausnahmen

Es gibt jedoch eine Gruppe freier Berufe, die vom Gesetz als sozial schutzbedürftig eingestuft werden, keiner berufsständischen Kammer angehören und somit der gesetzlichen Rentenversicherungspflicht unterliegen. Hierzu gehören:

  • Pflegekräfte
  • Lehrer
  • Erzieher
  • Künstler
  • Publizisten
  • Hebammen
  • Hausgewerbetreibende

Für diese Berufsgruppen ist die Befreiung von der Rentenversicherungspflicht trotz freiberuflicher Tätigkeit nicht möglich.

Alternativen zur gesetzlichen Rentenversicherung

Im Rahmen einer freiberuflichen Tätigkeit, die nicht der Rentenversicherungspflicht unterliegt, sollten mögliche Alternativen zur gesetzlichen Rentenversicherung in Betracht gezogen werden. Freiberufler haben die Möglichkeit, sich zur finanziellen Sicherung freiwillig gesetzlich zu versichern. Informationen hierzu sind ebenfalls über die Deutsche Rentenversicherung erhältlich. Ferner können Freiberufler die Rentabilität privater Altersvorsorgen und Lebensversicherungen prüfen.

Erstmalige Anstellung von Arbeitnehmern – Lohn- und Gehaltsabrechnung

Vertreter freier Berufe, die erstmalig selbst Arbeitnehmer einstellen, sind zur korrekten Lohn- und Gehaltsabrechnung verpflichtet. Da dies ein komplexes fachliches Gebiet ist, das von Laien nicht immer sachgemäß unter Berücksichtigung aller gesetzlichen Vorgaben ausgeführt werden kann, empfiehlt es sich, die Lohnbuchhaltung outzusourcen. Das Lohnbuchhaltungsbüro lohndirekt bietet umfassenden Service für Existenzgründer und Unternehmer, die professionelle Lohnbuchhaltung gewährleistet wissen möchten.

Die Vorteile der Auslagerung Ihrer Lohnbuchhaltung bei lohndirekt im Überblick:

  • Sie erhalten eine laufende Lohnabrechnung mit TÜV-zertifiziertem Qualitätsmanagement und TÜV-Datenschutz-Gutachten
  • Ihr persönlicher Lohnbuchhalter ist bei allen Fragen und Problemen montags bis freitags von 8:00 bis 18:00 Uhr telefonisch für Sie erreichbar.
  • Sie erhalten korrekte Gehaltsabrechnungen, die jeder Betriebsprüfung standhalten.
  • Zusätzlich erfolgt eine professionelle Abwicklung sämtlicher Besonderheiten in der Abrechnung wie Pfändung, Minijob, Kurzarbeit.
  • Der Service beinhaltet alle erforderlichen Jahresendarbeiten.

Weitere Informationen über das Leistungsangebot erhalten Sie auf www.lohndirekt.de

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Informationen zum Thema Krankengeld beim Minijob http://www.lohn-gehaltsabrechnung.com/informationen-zu-thema-krankengeld-beim-minijob/ http://www.lohn-gehaltsabrechnung.com/informationen-zu-thema-krankengeld-beim-minijob/#comments Wed, 29 Apr 2015 10:47:47 +0000 http://www.lohn-gehaltsabrechnung.com/?p=1503 Tritt bei Minijobbern ein Krankheitsfall ein, ist dieser Aspekt bei der Minijob Lohnabrechnung ebenfalls von Bedeutung. Gemäß den §§ 3 und 4 Entgeltfortzahlungsgesetz (EFZG) steht Minijobbern ein Anspruch auf Lohnfortzahlung im Krankheitsfall zu. Ebenso wie alle anderen Arbeitnehmer haben einen Minijob ausübende Beschäftigte das Recht, das vertraglich vereinbarte Arbeitsentgelt für einen Zeitraum von maximal sechs Wochen zu erhalten. Allerdings dürfen im Minijob angestellte Arbeitnehmer erst von diesem Recht Gebrauch machen, wenn mit dem aktuellen Arbeitgeber ein Arbeitsverhältnis von mindestens vier Wochen ohne Unterbrechung besteht.

Die Vorlage einer gültigen Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung ist Pflicht.
Erkrankt der Minijobber, ist der Angestellte wie jeder andere Arbeitnehmer verpflichtet, dem Arbeitgeber eine gültige Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung vorzulegen. Hinzu kommt, dass erkrankte Angestellte die aufgrund der Krankheit ‘verlorene’ Arbeitszeit weder nacharbeiten, noch verkürzte Lohnzahlungen in Kauf nehmen müssen. Allerdings sollten sich erkrankte Minijobber vor Augen führen, dass die Arbeitgeber auf der Minijob Lohnabrechnung eine Lohnfortzahlung nur bis zum 42. Krankentag gewährleisten müssen. Sind die Arbeitnehmer länger als bis zu diesem Zeitpunkt krankgeschrieben, entfallen sämtliche Ansprüche auf eine Lohnfortzahlung durch den Arbeitgeber. Da die Tagesgeldregelung (Krankengeld der Krankenkassen) nur für fest angestellte Personen in Frage kommt, besteht für Minijobber auch gegenüber der Krankenkasse kein Anspruch auf Krankengeld. Diese Tatsache ist dem Umstand geschuldet, dass Arbeitgeber für die Minijobber zwar Krankenkassenbeiträge entrichten, die Arbeitnehmer aber dennoch nicht automatisch versichert sind. Da die durch den Arbeitgeber entrichteten Beiträge nur in den Risikostrukturausgleich fließen, entfällt das Krankengeld bei einem Minijob. Ein anderer Fall liegt vor, wenn Minijobber ebenfalls einer Hauptbeschäftigung nachgehen. Da der Arbeitnehmer im Krankheitsfall aufgrund der Hauptbeschäftigung generell krankenversichert ist, erhält er unter diesen Umständen ebenfalls Krankengeld.

Die Höhe der Lohnfortzahlung hängt von der verpassten Arbeitszeit ab.
Arbeitnehmer, die in einem Minijob tätig sind, erhalten über die Minijob Lohnabrechnung eine Lohnfortzahlung in Abhängigkeit der Arbeitszeit, die aufgrund der Erkrankung ausgefallen ist. Variiert die Arbeitszeit der Minijobber auf der Minijob Lohnabrechnung, wird das Krankengeld beim Minijob unter Beachtung der regelmäßigen Arbeitszeit der vergangenen zwölf Monate berechnet. Sind Minijobber auf Abruf tätig und wissen nicht genau, wie viele Arbeitsstunden ohne Krankheitsfall entstanden wären, zählt ebenfalls der Zwölfmonatszeitraum.

Das AAG bietet kleinen Unternehmen finanzielle Sicherheit.
Für Arbeitgeber sind die Regelungen des Gesetzes über den Ausgleich der Arbeitgeberaufwendungen für Entgeltfortzahlungen (kurz: AAG) für die Minijob Lohnabrechnung von besonderem Interesse. Dieses Gesetz räumt Arbeitgebern die Möglichkeit ein, bis zu 80 Prozent der geleisteten finanziellen Aufwendungen für die sechswöchige Entgeltfortzahlung von der Minijobzentrale zurückzuerhalten. Um den Kostenfaktor der Arbeitnehmer auf der Minijob Lohnabrechnung im Krankheitsfall zu minimieren, besteht unter bestimmten Voraussetzungen eine generelle Pflicht für Arbeitgeber zur damit verbundenen Umlage U1. Diese speziell für den 450-Euro-Minijob eingerichtete Umlage U1 muss stets erbracht werden, wenn eine Umlagepflicht aufgrund der Betriebsgröße (bei Betrieben bis zu 30 Arbeitnehmern) besteht. Bei einem kurzfristig beschäftigten Minijob müssen Unternehmen die Umlage U1 nur leisten, wenn sich das Beschäftigungsverhältnis über einen Zeitraum länger als vier Wochen erstreckt. Die Umlage U2 (Mutterschutz) muss dem AAG zufolge für jeden 450-Euro-Minijobber sowie für Angestellte eines kurzfristig beschäftigten Minijobs erbracht werden.

 

Die Umlage U1 wird mit einem Anteil von 0,7 Prozent des Nettoentgelts berechnet und dient dem finanziellen Ausgleich von Arbeitgeberaufwendungen im Krankheitsfall. Die Umlage U2 beträgt aktuell 0,24 Prozent des Nettoentgelts und bezieht sich auf den Ausgleich von Arbeitgeberaufwendungen auf der Minijob Lohnabrechnung bei einer Mutterschaft oder Schwangerschaft.

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Befreiung von der Rentenversicherungspflicht – Was Sie als Arbeitgeber wissen müssen http://www.lohn-gehaltsabrechnung.com/befreiung-von-der-rentenversicherungspflicht-was-sie-als-arbeitgeber-wissen-muessen/ http://www.lohn-gehaltsabrechnung.com/befreiung-von-der-rentenversicherungspflicht-was-sie-als-arbeitgeber-wissen-muessen/#comments Wed, 22 Apr 2015 09:04:08 +0000 http://www.lohn-gehaltsabrechnung.com/?p=1486 Arbeitgeber sind gesetzlich dazu verpflichtet, ihre Mitarbeiter, die in einem abhängigen Beschäftigungsverhältnis stehen, korrekt zur Sozialversicherung anzumelden und im Rahmen der monatlichen Gehaltsabrechnung die fälligen Beiträge abzuführen. Neben der Krankenversicherung, Arbeitslosenversicherung und Pflegeversicherung ist die gesetzliche Rentenversicherung eine wichtige Säule des Sozialversicherungssystems. Grundsätzlich unterliegen somit alle nicht selbstständigen Arbeitnehmer der gesetzlichen Rentenversicherungspflicht. Für einige Berufsgruppen besteht jedoch die Möglichkeit, von dieser befreit zu werden. Hierzu gibt es seitens des Arbeitgebers einige gesetzliche Vorgaben zu beachten. In kommenden Beiträgen können Sie auf unserem Blog weitere ausführlichere Informationen zum Themenkreis „Befreiung von der Rentenversicherungspflicht“ erhalten.

 

Allgemeines zur Rentenversicherungspflicht

Mit der korrekten Anmeldung zur Sozialversicherung und der monatlichen Überweisung der Beiträge kommt der Arbeitgeber seiner Verpflichtung nach, für den sozialen Schutz seiner Angestellten Sorge zu tragen. Die gesetzliche Rentenversicherungspflicht, die bereits seit 125 Jahren in Deutschland gilt, sichert nicht nur die Rentenansprüche im Pensionsalter, sondern auch die Versorgung der Mitarbeiter im Falle einer eingetretenen Berufsunfähigkeit. Grundsätzlich unterliegen alle Arbeitnehmer der Rentenversicherungspflicht, die sich laut Gesetz in einem tatsächlich abhängigen Beschäftigungsverhältnis befinden. Die Abhängigkeit wird im Wesentlichen durch die Weisungsgebundenheit definiert. Das bedeutet, unterhält der Arbeitnehmer keine eigene Betriebsstätte, trägt kein unternehmerisches Risiko und kann den Arbeitsort, die -dauer und die zu leistende Arbeitszeit nicht selbst bestimmen, so geht die Gesetzeslage von einem nicht selbstständigen, in Abhängigkeit stehenden Arbeitsverhältnis aus. In diesem Fall muss der Arbeitgeber den Arbeitnehmer versicherungspflichtig anmelden und im Rahmen der monatlichen Gehaltsabrechnung sowohl den Arbeitnehmeranteil, der vom Bruttolohn entsprechend abgezogen wird, zusammen mit dem Arbeitgeberanteil an die Rentenversicherungseinzugsstelle überweisen.

Weitere Informationen zur Rentenversicherungspflicht stellt die Deutsche Rentenversicherung Arbeitgebern auf ihrer Internetseite zur Verfügung:
http://www.deutsche-rentenversicherung.de

Befreiung von der Rentenversicherungspflicht

Für einige Berufsgruppen besteht die Möglichkeit der Befreiung von der Rentenversicherungspflicht. Welche Berufsgruppen von dieser Möglichkeit Gebrauch machen können, wird im Folgenden noch beschrieben werden. Zunächst ist es wichtig festzustellen, dass die Befreiung von der Rentenversicherungspflicht gesetzlich geregelt ist und allein auf Antrag nach § 6 Abs. 1 Nr. 1 SGB VI erfolgen kann. Der Befreiungsantrag muss schriftlich vom Arbeitgeber eingereicht werden und wird vom Träger der Rentenversicherung auf Vorliegen der gesetzlich vorgegebenen Voraussetzungen geprüft und gegebenenfalls bewilligt. Erfolgt die Befreiung, so ist sie für die gesamte Beschäftigungsdauer bindend und kann nicht widerrufen werden. Dies ist vor Antragstellung zu berücksichtigen, denn die Befreiung von der Rentenversicherungspflicht bringt Folgen mit sich, denen sich insbesondere der Arbeitnehmer bewusst sein sollte. Im Falle einer Befreiung ist seitens des Arbeitgebers nur ein geringer pauschal anteiliger Beitrag zur Rentenversicherung zu leisten. Der Arbeitnehmerbeitrag entfällt völlig. Dies hat jedoch zur Konsequenz, dass diese Beschäftigungszeit, für die die Befreiung gilt, nicht bei der Feststellung der verschiedenen Wartezeiten berücksichtigt wird, das heißt, dies kann sich nachteilig auswirken, wenn über einen vorzeitigen Renteneintritt, die Höhe des Anspruchs auf Rente bei Erwerbsminderung oder bei Rehabilitation etc. entschieden wird.

Alternativen zur gesetzlichen Rentenversicherung

Im Sinne einer guten Altersvorsorge sollten im Falle einer Befreiung von der Rentenversicherungspflicht mögliche Versorgungsalternativen in Betracht gezogen werden. Dies erfolgt häufig über eine private Rentenversicherung. Selbstständige und Freiberufler können die staatlich geförderte Rürup-Rente in Anspruch nehmen. Hier sollte im Einzelfall anhand des Einkommens und der zu erwartenden Rentenleistung die Rentabilität eines solchen Vertrages geprüft werden. Sofern sich der von der Rentenversicherungspflicht befreite Arbeitnehmer in einer Festanstellung befindet, hat er zudem gesetzlichen Anspruch auf betriebliche Altersvorsorge, die über den Arbeitgeber zu gewährleisten ist. Die Beiträge werden über die Lohn- und Gehaltsabrechnung im Form einer Entgeltumwandlung gezahlt. Der Arbeitgeber muss keinen Anteil dazu leisten, kann dies jedoch auf freiwilliger Basis tun. Vom Arbeitgeber geleistete Beiträge zur Betriebsrente können steuerlich geltend gemacht werden.

Wer kann von der gesetzlichen Rentenversicherungspflicht befreit werden?

Die Möglichkeit der Befreiung von der Rentenversicherungspflicht besteht generell für Selbstständige und Freiberufler, für geringfügig Verdienende  (so genannte Minijobber), für Geschäftsführer einer GmbH sowie für verschiedene Vertreter von Berufsgruppen, die zusätzlich über eine berufsständische Kammer versichert sind. Mitglieder berufsständischer Versorgungswerke sind unter anderem Ärzte, Architekten, Rechtsanwälte und Steuerberater.

Wo erhält man den Antrag auf Befreiung von der Rentenversicherungspflicht?

Der Antrag auf Befreiung von der Rentenversicherungspflicht ist unter der Formularnummer V6340 direkt bei der Deutschen Rentenkasse erhältlich und steht auf der Webseite unter  Antrag zur Befreiung von der Rentenversicherungspflicht kostenlos zum Download zur Verfügung. Die Deutsche Rentenversicherung bietet zudem die Möglichkeit, das Formular direkt bequem online auszufüllen. Weitere Informationen zur Antragstellung finden Sie unter

In folgenden Beiträgen können Sie sich noch umfangreicher über die Besonderheiten bezüglich einer Befreiung von der Rentenversicherung informieren. Lesen Sie gern:

1. Rentenversicherung für Freiberufler – Was im Falle einer Befreiung zu beachten ist

2. Befreiung von der Rentenversicherung – Das müssen Sie bei Einstellung eines Arztes beachten!

Sollten sich Ihnen zu diesem Thema Fragen ergeben, nutzen Sie gern die Kommentarfunktion unseres Blogs.

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Schöne neue Arbeitswelt: Das Ende der Galeeren http://www.lohn-gehaltsabrechnung.com/schoene-neue-arbeitswelt-das-ende-der-galeeren/ http://www.lohn-gehaltsabrechnung.com/schoene-neue-arbeitswelt-das-ende-der-galeeren/#comments Wed, 01 Apr 2015 12:01:26 +0000 http://www.lohn-gehaltsabrechnung.com/?p=1397 Junge, engagierte Fachkräfte sind heute immer schwerer an ein Unternehmen zu binden. Sie sind mit dem Wissen aufgewachsen, dass ohnehin nichts im Leben auf Dauer ist, und haben keine Ängste vor Veränderungen. Sie sind im wörtlichen Sinne neugierig: gierig auf Neues. Und sie schätzen ihre persönliche Freiheit über alles. So sind sie auch jederzeit bereit, den Arbeitgeber oder sogar den Beruf zu wechseln. Wer da noch versucht, solche Mitarbeiter mit antiquierten Methoden an die Ruderbank zu fesseln, wird bald allein auf einem untergehenden Schiff stehen.

Sich wohlfühlen – wichtiger als Geld

Als Generation Y bzw. Z fassen Soziologen und Marketingfachleute junge Menschen zusammen, die etwa nach 1980 bzw. 1995 geboren sind. Sie sind von Kindesbeinen an mit digitaler Technologie aufgewachsen und werden daher oft auch als “Digital Natives” bezeichnet. Als Mitarbeiter sind sie in mancher Hinsicht ideal – engagiert, wissensdurstig, flexibel, selbstständig, offen.

Doch sie erwarten im Gegenzug etwas, das nicht allein durch ein gutes Gehalt abgedeckt wird: Sie wollen sich wohlfühlen bei ihrer Arbeit. Dazu gehören Team-Strukturen möglichst ohne Hierarchien, flexible Arbeitszeiten, Teilzeitmodelle sowie eine gelebte Anerkennungskultur. Wo junge Fachkräfte eine solche Arbeitsumgebung finden, werden sie auch länger bleiben.

Vielen Arbeitgebern ist gar nicht oder nur zum Teil bewusst, dass sie bei der Mitarbeiterbindung Hilfe von ganz unerwarteter Seite bekommen: vom Staat. Denn viele Leistungen, die zum Wohlfühlen beitragen, sind steuerfrei und sparen dem Unternehmen Lohnnebenkosten – darunter auch solche, die speziell für jüngere Mitarbeiter höchst attraktiv sind.

Die Top 5 der steuerfreien Mitarbeiter-Extras

In erster Linie sind da die Mobiltelefonkosten zu nennen, berichtete Towers Watson in einer Studie Anfang 2015. Das Smart-Phone ist für Digital Natives unverzichtbar, und eine Kostenübernahme oder ‑beteiligung steht ganz oben auf der Beliebtheitsliste, egal ob fürs Firmenhandy oder das private Telefon. Ebenfalls sehr beliebt sind Arbeitgeberdarlehen z. B. für Fortbildungen oder den Kauf einer Wohnung, die zu besonders günstigen Konditionen vergeben werden können.

Auf Rang 3 folgen Beihilfen fürs Mittagessen: Seit 2014 können Unternehmen pro Arbeitstag 6,10 Euro für die Mitarbeiterverpflegung ansetzen. Sehr beliebt sind auch Mitarbeiterrabatte für Eigenprodukte bzw. Freimengen. Auf Rang 5 schließlich steht die Unterstützung einer Kinderbetreuung – entweder durch eine eigene Kita oder Kostenzuschüsse. Dabei erwähnt die Studie, dass besonders dieses Extra sich sehr dynamisch entwickelt; für junge Familien und Alleinerziehende kann es ein unschlagbares Plus sein, um einem Unternehmen die Treue zu halten.

Sahnehäubchen aus der Caféteria

Weitere steuerlich geförderte Extras, die – nicht nur – jüngere Mitarbeiter ansprechen, sind

  • die Unterstützung der privaten Altersvorsorge, z.B. durch eine Direktversicherung,
  • die betriebliche Gesundheitsförderung,
  • eine Urlaubsbeihilfe,
  • Jobtickets bzw. ein Fahrtkostenzuschuss,
  • Benzin- und Einkaufsgutscheine,
  • Zuschüsse zur Arbeitskleidung, sofern es sich um Berufskleidung handelt – wobei hier auch einheitliche oder uniformartige Kleidung steuerlich anerkannt werden kann.

Alles in allem bietet sich jedem Unternehmen eine Vielzahl von Möglichkeiten, Mitarbeiter durch steuerfreie Vergünstigungen an sich zu binden. Dabei steht die Geschäftsleitung nicht einmal unbedingt vor der Qual der Wahl. Statt nur ein oder zwei Sahnehäubchen für unterschiedslos alle Mitarbeiter einzuführen, kann sie auf das in den USA erfolgreiche, sogenannte Caféteria-System setzen: Dabei sucht sich jeder Mitarbeiter innerhalb eines vorgegebenen Wertrahmens selbst aus, welche Vorteile für ihn die besten sind. Und letzten Endes passt eine solche Wahlmöglichkeit auch bestens zum Wunsch junger Menschen nach möglichst viel Selbstbestimmung.

 

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Antrag auf Altersteilzeit: Was Arbeitgeber wissen sollten http://www.lohn-gehaltsabrechnung.com/antrag-auf-altersteilzeit-was-arbeitgeber-wissen-sollten/ http://www.lohn-gehaltsabrechnung.com/antrag-auf-altersteilzeit-was-arbeitgeber-wissen-sollten/#comments Wed, 18 Mar 2015 13:20:18 +0000 http://www.lohn-gehaltsabrechnung.com/?p=1373 Mit dem Antrag auf Altersteilzeit meldet der Arbeitnehmer beim Arbeitgeber seinen Wunsch nach einem Altersteilzeitarbeitsverhältnis an. Dieser sollte die wichtigsten Informationen rund um das gewünschte Altersteilzeitmodell sowie eine aktuelle Rentenauskunft beinhalten. Wann der Antrag zu stellen ist, hängt von den Anspruchsgrundlagen ab.

Es gibt keinen gesetzlichen Anspruch auf die Inanspruchnahme einer Altersteilzeitregelung. Es handelt sich dabei um einzelvertragliche Vereinbarungen zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Deshalb sollten Arbeitnehmer, die eine Altersteilzeitregelung nutzen wollen, bereits frühzeitig einen Antrag stellen.

Antrag auf Altersteilzeit bei tarifvertraglicher Regelung

Einige Tarifverträge sehen ein Anrecht der unter ihre Gültigkeit fallenden Arbeitnehmer auf einen Altersteilzeitvertrag vor. Gewöhnlich sind dann allerdings Quoten vorgesehen, ab deren Erreichen kein Anspruch mehr besteht. Sieht der Tarifvertrag also beispielsweise eine Quote von 5 Prozent vor, so muss der Arbeitgeber Altersteilzeitanträge nicht mehr genehmigen, sobald 5 Prozent der Belegschaft einen Altersteilzeitvertrag erhalten haben.

Herrscht eine solche Quotenregelung ist es wichtig, den Antrag auf Altersteilzeit möglichst frühzeitig zu stellen, da gewöhnlich anhand der Reihenfolge des Antragseingangs entschieden wird, wer einen Altersteilzeitvertrag erhält und wer nicht. Hierzu sind die gegebenenfalls aus dem Tarifvertrag ersichtlichen Fristen zu beachten. Häufig kann der Antrag erst frühestens einige Monate vor dem eigentlichen Beginn der Altersteilzeitphase gestellt werden.

Antrag auf Altersteilzeit ohne tarifvertragliche Regelung

Besteht keine tarifvertragliche Regelung, so spielt der Zeitpunkt der Antragstellung keine Rolle. Der Antrag auf Altersteilzeit muss dann lediglich vor dem gewünschten Beginn gestellt werden. Ob der Arbeitgeber den Antrag annimmt, bleibt alleine seine Entscheidung.

Inhalte des Antrags auf Altersteilzeit

Den Antrag auf Altersteilzeit kann der Arbeitnehmer stets in Form eines einfachen Schreibens beim Arbeitgeber stellen. Dieses sollte folgende Inhalte umfassen:

  • Name und Anschrift des Arbeitnehmers
  • Informationen über das gewünschte Altersteilzeitmodell (Kontinuitätsmodell oder Blockmodell)
  • gewünschte zeitliche Lage der Arbeits- und Freistellungsphase beim Blockmodell

Zudem sollte dem Antrag auf Altersteilzeit eine aktuelle Rentenauskunft des Rentenversicherungsträgers beiliegen. Der Arbeitgeber benötigt diese, um die Anspruchsvoraussetzungen in Hinblick auf das Renteneintrittsalter hin zu prüfen.

Insbesondere bei Quotenregelungen ist darauf zu achten, dass die Rentenauskunft gleich mit dem Antrag eingereicht wird. Andernfalls gilt als Datum des Antragseingangs das Datum, an dem sie nachgereicht wird.

Die Form des Antrags

Der Antrag auf Altersteilzeit ist eine unabdingbare Grundvoraussetzung, um einen Altersteilzeitvertrag schließen zu können. Eine spezielle Form ist hierfür nicht vorgeschrieben. Der Arbeitnehmer kann dieses Schreiben selbst aufsetzen und sich dabei beispielsweise an Musterbriefen aus dem Internet bedienen. In der Praxis bereitet häufig der Arbeitgeber ein eigenes Musterformular vor, in das der Arbeitnehmer nur noch seine persönlichen Daten und die gewünschten Zeiträume für das Blockmodell eintragen muss. Wie verfahren Sie in Ihrem Betrieb mit dem Antrag auf Altersteilzeit? Unterstützen Sie Ihre Arbeitnehmer oder gestalten diese ihre Antragsschreiben selbst?

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Künstlersozialabgabe: Was Unternehmer jetzt zur Künstlersozialkasse wissen sollten http://www.lohn-gehaltsabrechnung.com/kuenstlersozialabgabe-was-unternehmer-jetzt-zur-kuenstlersozialkasse-wissen-sollten/ http://www.lohn-gehaltsabrechnung.com/kuenstlersozialabgabe-was-unternehmer-jetzt-zur-kuenstlersozialkasse-wissen-sollten/#comments Wed, 11 Mar 2015 11:09:13 +0000 http://www.lohn-gehaltsabrechnung.com/?p=1359 Spätestens seit die Bundesregierung Mitte 2014 entschied, dass die Prüfung der korrekten Abfuhr der Künstlersozialabgabe durch die Rentenversicherung Bund ausgeweitet werden sollte, rückt die Künstlersozialkasse immer mehr in den Betrachtungswinkel vieler Unternehmen. Allerdings wissen nur wenige auf Anhieb genau, was es mit der Künstlersozialabgabe eigentlich auf sich hat.

Die Künstlersozialkasse: Ein Überblick

Die Künstlersozialkasse dient der Umsetzung des Künstlersozialversicherungsgesetzes (KSVG). Sie soll dafür sorgen, dass Künstler und Publizisten in der Sozialversicherung ähnlich abgesichert sind wie Arbeitnehmer. Obwohl sie selbstständig arbeiten, erhalten sie von der Künstlersozialkasse einen Zuschuss in Höhe von 50 Prozent zu den Beiträgen zur Sozialversicherung (Kranken-, Renten- und Pflegeversicherung). Versichert bleiben die Künstler allerdings weiterhin bei ihren bisherigen gesetzlichen Krankenkassen.

Finanziert wird diese Förderung des Beitrags zu 20 Prozent durch einen Zuschuss des Bundes und zu 30 Prozent aus der Künstlersozialabgabe. Zur Zahlung dieser Abgabe ist jedes Unternehmen verpflichtet, das Kunst und Publizistik verwertet. Da viele Unternehmen von dieser Beitragspflicht nichts wissen, musste die Künstlersozialkasse in den letzten Jahren mit immer weniger Einnahmen auskommen. Um weitere Erhöhungen der Beitragssätze zu vermeiden, sollen die Prüfungen ausgeweitet werden, um mehr Betriebe auf ihre Beitragspflicht aufmerksam zu machen.

Rechtsgrundlage für den Beitrag zur Künstlersozialkasse

Die wichtigste Rechtsgrundlage für die Entrichtung der Künstlersozialabgabe ist das Künstlersozialversicherungsgesetz (KSVG). Für Unternehmer relevant sind insbesondere die §§ 23 ff. KSVG:

  • § 23: Berechnung der Künstlersozialabgabe in Prozent
  • § 24: Zur Künstlersozialabgabe verpflichtete Unternehmen
  • § 25: Bemessungsgrundlage für die Abgabe
  • §§ 27 – 32: Konkretisierung der Melde- und Abgabeverfahren

Relevant ist aktuell außerdem das „Gesetz zur Stabilisierung des Künstlersozialabgabesatzes“, das am 1. Januar 2015 in Kraft getreten ist und der Künstlersozialkasse Mehreinnahmen in Höhe von 32 Mio. Euro bescheren soll. Hierfür werden die Prüfungen durch die Deutsche Rentenversicherung erheblich ausgeweitet, wobei bei Vorliegen eines speziellen Anlasses auch die Künstlersozialkasse selbst Prüfungen durchführen kann. Ziel ist es, ab 2015 alle Unternehmen, die mehr als 19 Beschäftigte aufweisen, mindestens alle vier Jahre zu prüfen. Zudem gibt es ein Prüfkontingent, durch das auch kleinere Arbeitgeber geprüft werden können.

Wer zur Abgabe an die Künstlersozialkasse verpflichtet ist

Abgabepflichtig sind grundsätzlich alle Unternehmen, die mehr als nur gelegentlich Künstler und Publizisten beauftragen und deren Leistungen verwerten. Ebenfalls stets zur Abgabe an die Künstlersozialkasse verpflichtet sind unter anderem folgende Unternehmen (§ 24 Abs. 1 KSVG):

  • Verlage, Presseagenturen, Bilderdienste
  • Theater, Orchester, Chöre
  • Theater-, Konzert- und Gastspieldirektionen
  • Rundfunk und Fernsehen
  • Hersteller von bespielten Bild- und Tonträgern
  • Galerien, Kunsthandel
  • Werbung, Öffentlichkeitsarbeit für Dritte
  • Varieté- und Zirkusunternehmen
  • Museen
  • Aus- und Fortbildungseinrichtungen für künstlerische oder publizistische Tätigkeiten

Neu ist die Einführung der so genannten Bagatellgrenze in § 24 Abs. 3 KSVG. Sie besagt, dass von einer nur gelegentlichen Beauftragung lediglich bei einer Summe von Entgelten pro Kalenderjahr von unter 450 Euro auszugehen ist. Diese Grenze bezieht sich nicht auf die einzelnen Rechnungen, sondern auf die kumulierte Summe pro Jahr.

Höhe der Künstlersozialabgabe

Die Höhe der Künstlersozialabgabe in Prozent wird jährlich durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales spätestens bis zum 30. September festgesetzt. Seit dem Jahr 2000 hat sich die Höhe des Abgabesatzes von 4,0 auf 5,2 Prozent (2015) erhöht. Der konkrete Beitrag zur Künstlersozialkasse wird auf der Basis der an selbstständige Künstler und Publizisten gezahlten Entgelte berechnet (§ 25 KSVG).

In 5 Schritten zur korrekten Abgabe an die Künstlersozialkasse

Wenn Sie Ihre Abgabe an die Künstlersozialkasse bisher noch nicht abführen, sollten Sie zeitnah Ihre Beitragspflicht prüfen und Ihren gesetzlichen Verpflichtungen nachkommen. Befolgen Sie hierfür die folgenden Schritte, um auf Nummer sicher zu gehen:

Schritt 1: Abgabepflicht prüfen

Abgabepflichtig sind Sie, wenn Ihr Unternehmen unter eine der oben genannten Unternehmensgruppen fällt und für mehr als 450 Euro pro Jahr künstlerische oder publizistische Leistungen verwertet.

Schritt 2: Aufzeichnungspflicht nachkommen

In § 28 KSVG hat der Gesetzgeber Ihre Aufzeichnungs- und Vorlagepflichten festgehalten. So müssen Sie fortlaufend aufzeichnen, welche Entgelte Sie an selbstständige Künstler und Publizisten zahlen. Die Form an sich bleibt Ihnen überlassen. Allerdings müssen Ihre Unterlagen gewisse Voraussetzungen erfüllen. So muss jederzeit die Möglichkeit bestehen, die gemeldeten Werte und die Zahlungen anhand der Aufzeichnungen nachzuprüfen.

Die Vorlagepflichten gemäß § 29 KSVG umfassen nicht nur diese Aufzeichnungen, die auf Verlangen – zum Beispiel bei einer Prüfung – vorgelegt werden müssen. Zusätzlich obliegt Ihnen die Pflicht, den Prüfer bei Bedarf über alles zu informieren, was er benötigen könnte, um die Abgabepflicht sowie die Höhe Ihrer Beitragszahlungen festzustellen.

Schritt 3: Bemessungsgrundlage berechnen

Für die Berechnung der Bemessungsgrundlage müssen Sie zunächst alle Leistungen erfassen, die an Künstler oder Publizisten geflossen sind. Dabei ist es unerheblich, ob die betreffenden Künstler überhaupt selbst in der Künstlersozialkasse versichert sind. Zudem spielt es keine Rolle, ob diese vom Finanzamt als Freiberufler oder als Gewerbetreibende eingestuft wurden. Bei der Berechnung der Bemessungsgrundlage bleiben allerdings die folgenden Beträge außen vor:

  • ausgewiesene Umsatzsteuer
  • gezahlte Beträge an offene Handelsgesellschaften, Kommanditgesellschaften, urheberrechtliche Verwertungsgesellschaften, juristische Personen des privaten oder öffentlichen Rechts
  • Reisekosten sowie steuerfreie Aufwandsentschädigungen im Rahmen der steuerlichen Freigrenzen
  • Übungsleiterpauschalen

Berechnungsbeispiel:

Ein Unternehmen beauftragt einen Werbetexter mit der Erstellung einer Werbekampagne und bezahlt hierfür 20.000 Euro. Es meldet diesen Betrag an die Künstlersozialkasse. Um die Beitragshöhe zu berechnen, wird dieser Betrag nun mit dem gültigen Beitragssatz multipliziert (2015: 5,2 Prozent).

20.000 Euro x 5,2 Prozent = 1.040 Euro

Die Künstlersozialabgabe beträgt in diesem Fall 1.040 Euro. Die monatliche Vorauszahlung für das darauffolgende Jahr wird durch die Zwölftelung dieses Betrags errechnet:

1.040 Euro : 12 Monate = 86,67 Euro / Monat

Schritt 4: Meldung erstellen

Schritt 5: Abgabe an die Künstlersozialkasse pünktlich abführen

Nachzahlungen aus Vorjahren werden zum 31. März fällig. Die monatlichen Vorauszahlungen hingegen sollen jeweils zum 10. des Folgemonats auf das angegebene Konto überwiesen werden.

Tipp: Achten Sie auf pünktliche Zahlungen, da die Künstlersozialkasse bei Rückständen pro Monat Säumniszuschläge in Höhe von 1 Prozent des Rückstands erhebt.

Weiterführende Informationen zur Künstlersozialkasse

Um rund um die Künstlersozialkasse und deren Beitrag keine Fehler zu machen, sollten Sie sich mit der Materie näher auseinandersetzen. Zahlreiche Fragen beantwortet die Künstlersozialkasse auf ihrer Website. Weitere Details zur Beitragspflicht lesen Sie beispielsweise in einem PDF zum Beitragsverfahren.

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Folgende Besonderheiten bei einem kurzfristig beschäftigten Minijob sollten Sie als Arbeitgeber wissen! http://www.lohn-gehaltsabrechnung.com/folgende-besonderheiten-bei-einem-kurzfristig-beschaeftigten-minijob-sollten-sie-als-arbeitgeber-wissen/ http://www.lohn-gehaltsabrechnung.com/folgende-besonderheiten-bei-einem-kurzfristig-beschaeftigten-minijob-sollten-sie-als-arbeitgeber-wissen/#comments Wed, 11 Mar 2015 06:26:59 +0000 http://www.lohn-gehaltsabrechnung.com/?p=1355 Gemäß § 8 Abs. 1 SGB IV ist von einem kurzfristig beschäftigten Minijob die Rede, wenn die Anstellung innerhalb eines Kalenderjahres auf einen Zeitraum von maximal drei Monaten oder insgesamt 70 Arbeitstagen befristet ist (gültig ab 01.01.2015). Laut § 8 Abs. 1 SGB IV sind die Arbeitnehmer, die eine derartige kurzfristige Beschäftigung ausüben, gegenüber der Sozialversicherung versicherungsfrei. Wird das Arbeitsentgelt von 450 Euro auf der Minijob Lohnabrechnung überstiegen oder wird die Tätigkeit berufsmäßig ausgeübt, sind die Voraussetzungen für einen kurzfristig beschäftigten Minijob ebenfalls nicht mehr gegeben.

Drei-Monats-Zeitraum oder doch 70 Werktage?

Bei dem vorgegebenen Drei-Monats-Zeitraum wird in der Regel einer Beschäftigung nachgegangen, die an mindestens fünf Tagen pro Woche ausgeübt wird. Gehen Minijobber der Beschäftigung regelmäßig an weniger als fünf Wochentagen nach, ist von einem Arbeitszeitraum von 70 Werktagen die Rede. Das Sozialgesetzbuch – das SGB – betrachtet einen Nachtdienst, der sich auf zwei verschiedene Kalendertage ausweitet, als einen Arbeitstag. Üben Minijobber innerhalb eines Tages verschiedene kurzfristige Beschäftigungen aus, ist in diesen Fällen ebenfalls ein Kalendertag als Arbeitstag gültig. Zeiten mehrerer aufeinander folgende kurzfristiger Minijobs müssen ohne Rücksicht auf die Höhe des Verdienstes zusammengerechnet werden und dann erfolgt die Prüfung, ob die Zeiträume von drei Monaten oder 70 Arbeitstagen innerhalb eines Kalenderjahres überschritten werden. Bei einer Zusammenrechnung von mehreren Beschäftigungszeiten treten an die Stelle des Dreimonatszeitraums 90 Kalendertage. Dies gilt jedoch nicht, wenn es sich bei den einzelnen Beschäftigungen jeweils um volle Kalendermonate handelt. Sind Zeiten zu berücksichtigen, in denen die Beschäftigung regelmäßig an mindestens fünf Tagen in der Woche mit einer Arbeitszeit von weniger als fünf Tagen ausgeübt wurde, dann ist von dem Zeitraum von 70 Arbeitstagen auszugehen.

Wird im Laufe eines Kalenderjahres eine neue Beschäftigung in Form eines Minijobs aufgenommen, müssen Arbeitgeber im Vorfeld genau prüfen, ob die zeitliche Grenze von 70 Arbeitstagen oder drei Monaten nicht überschritten wird. Wird diese Limitierung durch eine Zusammenrechnung mehrerer Beschäftigungsverhältnisse in dieser Form tatsächlich überschritten, ist nicht mehr von einem kurzfristig beschäftigten Minijob, sondern einer regelmäßigen Beschäftigung die Rede. Das Überschreiten dieser Zeitgrenze geht mit einer Versicherungspflicht der Minijobber einher. Arbeitgeber sollten bei der Erstellung der Minijob Lohnabrechnung ebenfalls beachten, dass eine etwaig eintretende Versicherungspflicht an dem Tag beginnt, an dem die Überschreitung bekannt wird.

Dem SGB zufolge ist ein kurzfristig beschäftigter Minijob spätestens nicht mehr dann der Kategorie „kurzfristig“ zuzuordnen, wenn die Tätigkeit berufsmäßig ausgeübt wird und das Arbeitsentgelt von 450 Euro pro Monat regelmäßig überschritten wird. Von einer Berufsmäßigkeit ist die Rede, wenn die Beschäftigung des Arbeitnehmers von hoher wirtschaftlicher Bedeutung ist und die Beschäftigung im Rahmen eines Dauerarbeitsverhältnisses oder ein regelmäßig wiederkehrendes Arbeitsverhältnis ausgeübt wird. Es besteht allerdings die Möglichkeit, eine Beschäftigung für maximal ein Jahr zu befristen und damit die Voraussetzung für einen kurzfristigen Minijob zu erfüllen, allerdings nur, wenn dies über einen Rahmenarbeitsvertrag erfolgt, der einen Arbeitseinsatz von maximal 50 Arbeitstagen vorsieht.

Als nicht berufsmäßig gelten kurzfristige Minijobs, die zur Überbrückung zweiter Lebensabschnitte angenommen werden. Ob zwischen Schulabschluss und Studienbeginn, zwischen Schulentlassung und dem Bundesfreiwilligendienst oder dem Beginn eines freiwilligen ökologischen oder sozialen Jahres – in diesen Fällen liegt im Regelfall keine Berufsmäßigkeit vor.
Mit der Gesetzesänderung zum Jahreswechsel 2014/2015 ist bei kalenderjahrüberschreitenden kurzfristigen Beschäftigungen zu beachten, dass die Beurteilung zur Kurzfristigkeit für über den 31.Dezember 2014 hinausgehende Beschäftigungen nach dem für den jeweiligen Beschäftigungszeitraum geltenden Recht erfolgt. Entscheidend ist der Zeitpunkt, zu dem die Beurteilung der Beschäftigung zu erfolgen hat und zwar zu Beschäftigungsbeginn und bei jeder Änderung der Verhältnisse. Für Beschäftigungen, die im Jahr 2014 begonnen haben, gelten noch die alten Grenzen mit zwei Monaten oder aber 50 Arbeitstage.

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Das müssen Sie über die Fünftelregelung wissen, um Abfindungen zu berechnen. http://www.lohn-gehaltsabrechnung.com/das-muessen-sie-ueber-die-fuenftelregelung-wissen-um-abfindungen-zu-berechnen/ http://www.lohn-gehaltsabrechnung.com/das-muessen-sie-ueber-die-fuenftelregelung-wissen-um-abfindungen-zu-berechnen/#comments Wed, 04 Mar 2015 07:20:50 +0000 http://www.lohn-gehaltsabrechnung.com/?p=1347 Eine Abfindung gilt nach deutschem Recht als außerordentliche Einkunft und muss dementsprechend auch versteuert werden. Die so genannte Fünftelregelung dient dazu, außerordentliche Einkünfte im deutschen Steuerrecht zu begünstigen. Bei Abfindungen handelt es sich um Einkünfte, die als über mehrere Jahre erwirtschaftet gelten, aber nur direkt bei der Zahlung dieser Abfindung auftreten.

Ohne die Begünstigung käme es zu einer außergewöhnlich hohen Steuerbelastung, weil der Steuersatz durch die Steuerprogression – das Ansteigen des Steuersatzes in Abhängigkeit vom Einkommen – viel stärker ansteigen würde als bei einer Verteilung auf mehrere Jahre. Wird die Fünftelregelung angewandt, wird zwar das außerordentliche Einkommen komplett besteuert, jedoch wirkt sich nur ein Fünftel davon ansteigend auf den Steuerersatz aus.

Durch die Fünftelregelung können nur diejenigen steuerliche Vorteile erhalten, die durch eine Abfindung auch wirklich in eine hohe Steuerprogression geraten. Wenn also ein Arbeitnehmer ein Einkommen mit relativ geringem steuerpflichtigem Einkommen hat, dann schafft die Fünftelregelung einen Vorteil. Je höher das bisherige Einkommen war, desto geringer ist der steuerliche Vorteil durch das Anwenden der Fünftelregelung. Sollte der Spitzensteuersatz bereits erreicht worden sein, kann gar kein Vorteil erreicht werden.

Ob ein Mitarbeiter die Fünftelregelung in Anspruch nehmen kann, hängt zusätzlich davon ab, ob sich eine „Zusammenballung von Einkünften“ ergeben. Eine „Zusammenballung von Einkünften“ ist dann vorhanden, wenn der Arbeitnehmer aufgrund der Abfindung im Jahr der Auszahlung insgesamt höhere Einkünfte erzielt, als dies bei ungestörter Fortsetzung des Arbeitsverhältnisses – also Weiterbeschäftigung – der Fall gewesen wäre.

Die Höhe der Abfindung ist von vielen Faktoren abhängig und meist das Ergebnis von einer mehr oder weniger langen Verhandlung zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Kriterien, von denen die Berechnung einer Abfindung beeinflusst wird, sind zum Beispiel der Kündigungsgrund und die Voraussetzungen für eine solche Kündigung, die Dauer der Beschäftigung, die Folgen der Kündigung für den Arbeitnehmer, die Dauer des Verfahrens/Prozesses und natürlich auch das Verhandlungsgeschick beider Parteien. Allgemein kann man sagen, dass je aussichtsreicher die Position des Arbeitnehmers ist einen möglichen Prozess zu gewinnen, desto höher fällt die Abfindung aus.

Als Erleichterung zur Berechnung einer Abfindung hat sich unter anderem folgende Faustformel etabliert:

(Brutto Monatsgehalt *0,5) * Beschäftigungsdauer in Jahren = Abfindung

Als Grundlage wird also oft ein halbes Monatsgehalt pro Beschäftigungsjahr verwendet. Bindend ist diese Faustformel jedoch nicht, denn die Berechnung ist von Fall zu Fall unterschiedlich und hängt, wie schon gesagt, von einigen Faktoren ab. Diese Faustformel dient im Regelfall lediglich als eine Art Richtschnur, an der man sich orientieren kann.

Abschließend kann man sagen, dass das Thema Abfindung ein komplexer Bereich ist. Bei der Entscheidung, ob eine Abfindung gezahlt werden sollte, wäre es möglicherweise ratsam sich mit einem Rechtsanwalt zu besprechen. Dieser kann Sie über die Risiken und Chancen noch näher informieren. Spezialisten für die Abrechnung einer Abfindung und Berücksichtigung bei der laufenden Lohn- und Gehaltsabrechnung finden Sie bei lohndirekt.

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