Kurzfristige Beschäftigung – Was Arbeitgeber jetzt beachten müssen

Kurzfristige Beschäftigung

Kurzfristige Beschäftigungen haben Hochkonjunktur. Nach Schätzungen des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), haben hierzulande über drei Millionen Menschen inzwischen einen Zweitjob – viele hiervon als kurzfristige Beschäftigte. In zahlreichen Branchen besteht ein Großteil der Beschäftigten mittlerweile aus geringfügig entlohnten Arbeitnehmern. Aber wann liegt eine kurzfristige Beschäftigung überhaupt vor und was gilt es sozialversicherungs- sowie steuerrechtlich zu beachten? Dabei müssen Arbeitgeber grundsätzlich zwischen kurzfristig Beschäftigten und Minijobbern unterscheiden.

Was unter kurzfristiger Beschäftigung zu verstehen ist:

Als kurzfristige Beschäftigung im SV-Recht ist eine Tätigkeit anzusehen, welche nach Art des Beschäftigungsverhältnisses oder vertraglich auf nicht mehr als 2 3 Monate – bei weniger als 5 Arbeitstagen in der Woche auf insgesamt 50 Arbeitstage 70 Arbeitstagen (seit 2016) – innerhalb eines Kalenderjahres begrenzt ist. Gesetzlich verankert ist die kurzfristige Beschäftigung im Sozialgesetzbuch unter § 8 Absatz 1 Nr. 2 (SGB IV).

Abgrenzung im Sozialversicherungsrecht

Bei der Überprüfung, inwiefern die Zeiträume von 50 Arbeitstagen 70 Arbeitstagen (seit 2016) oder 2 3 Monaten überschritten werden, sind ohne Rücksicht auf erzielte Arbeitsentgelte sämtliche Zeiten aufeinanderfolgender kurzfristiger Beschäftigungen zusammenzurechnen. Dies selbst dann, wenn kurzfristig Beschäftigte in dieser Zeit bei unterschiedlichen Unternehmen eingestellt waren. Zusammenzuzählen sind die Arbeitstage somit dann, wenn kurzfristig Beschäftigte

– geringfügig entlohnte Beschäftigungen (z. B. Minijob) sowie nicht geringfügige Beschäftigungen (z. B. Haupttätigkeit mit einem monatlichen Arbeitsentgelt von über 450 Euro) oder
– mehrere geringfügige Beschäftigungen (kurzfristige oder geringfügig entlohnte Beschäftigungen)
ausüben. Dies ergibt sich aus § 8 Absatz 2 SGB IV.

In diesem Zusammenhang gilt seit April 2013, dass eine geringfügige Beschäftigung, welche neben einer nicht geringfügigen Beschäftigung ausgeübt wird, bei der Zusammenrechnung unberücksichtigt bleibt. Darüber hinaus ist eine geringfügige Beschäftigung dann nicht mehr gegeben, wenn eine der Grenzen des § 8 Abs. 1 SGB IV nicht überschritten wird.

Hinweis: Bei Minijobbern spielt die Dauer der Beschäftigung keine Rolle mehr. Die früher geltende zeitliche Begrenzung von 15 Wochenstunden ist ersatzlos entfallen.

Bevor die kurzfristige Beschäftigung eingegangen wird, ist demnach zu prüfen, ob diese – gemeinsam mit anderen ausgeübten kurzfristigen Beschäftigungen des Arbeitnehmers im laufenden Kalenderjahr – die maßgebliche Zeitgrenze überschreiten würde.

Wird die kurzfristige Beschäftigung nicht berufsmäßig ausgeübt, so ist die Höhe des Einkommens nicht von Belang.
Hinweis: Im Falle eines Minijobs ist dagegen die monatliche Einkommensgrenze von 450 Euro zu beachten. Wird diese überschritten, muss der Arbeitgeber den vollen Arbeitgeberbeitrag zur Sozialversicherung in Höhe von zurzeit etwa 20 % bezahlen.
Unter anderem ist die Tätigkeit dann berufsmäßig, wenn deren wirtschaftliche Bedeutung nicht als untergeordnet anzusehen ist, also wenn die Tätigkeit zur Sicherung des Lebensunterhalten bestimmt ist.

Berufsmäßigkeit liegt nicht vor, wenn die kurzfristige Beschäftigung von Studenten, Schülern, Altersrentnern, Hausfrauen oder aber neben einer Hauptbeschäftigung ausgeübt wird. Aber Vorsicht: Schulentlassene gelten zwischen Schulabschluss und Ausbildungsbeginn nicht mehr als Schüler, Arbeitslose arbeiten immer berufsmäßig.

Eine kurzfristige Beschäftigung liegt nicht vor, wenn ein Arbeitsverhältnis mit einer Dauer von über 1 Jahr vereinbart wird oder dieses von vornherein durch einen Rahmenvertrag auf jährliche Wiederholungen angelegt ist. Dies gilt auch dann, wenn jährlich an nicht mehr als 50 Tagen gearbeitet wird.

Sofern eine kurzfristige Beschäftigung bejaht werden kann, ist diese für den Arbeitnehmer wie auch für den Arbeitgeber sozialversicherungsfrei. Die kurzfristige Beschäftigung muss der Minijob-Zentrale angemeldet werden. Für den Arbeitgeber fallen auch keinerlei Pauschalbeiträge an – selbst dann nicht, wenn die kurzfristige Beschäftigung neben einer geringfügigen Beschäftigung (Minijob) oder einer sozialversicherungspflichtigen Hauptbeschäftigung ausgeübt wird. Jedoch ist der Arbeitgeber gesetzlich dazu verpflichtet, eine Insolvenzgeldumlage in Höhe von 0,15 % sowie Umlagen von insgesamt 0,84 % zum Ausgleich der Arbeitgeberaufwendungen bei Mutterschaft und Krankheit zu leisten. Bei Unternehmen mit regelmäßig mehr als 30 Arbeitnehmern bzw. bei einer Beschäftigung von höchstens vier Wochen entfällt ein Teil (0,7 %) des Umlagebeitrags zum Ausgleich der Arbeitgeberaufwendungen.
Hinweis: Im Vergleich zur kurzfristigen Beschäftigung muss der Arbeitgeber für jeden Minijobber zusätzliche Pauschalabgaben leisten, nämlich 2 % Lohnsteuer einschl. Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer (nur sofern keine Abrechnung per Lohnsteuerkarte erfolgt), 13 % Krankenversicherung sowie 15 % Rentenversicherung. Minijobber müssen zudem selbst 3,9 % des Arbeitsentgeltes, also die Differenz zwischen 15 % und dem aktuellen Beitragssatz von 18,9 %, in die Rentenversicherung einzahlen, insofern kein Befreiungsantrag zur RV gestellt wurde. Der Arbeitgeber behält diesen Eigenanteil ein und zahlt ihn gemeinsam mit den Pauschalabgaben an die Minijob-Zentrale. Minijobber, die ihre geringfügige Beschäftigung vor 2013 aufgenommen haben, bleiben bis Ende 2014 rentenversicherungsfrei, wenn es keine Veränderung in der Entgelthöhe über 400 € gibt. Für privat versicherte Minijobber entfällt der Pauschalbeitrag zur Krankenversicherung.

Abgrenzung im Steuerrecht

Kurzfristige Beschäftigte müssen ihren Arbeitslohn vollständig der Lohnsteuer unterwerfen. Hierbei gilt das übliche Steuerabzugsverfahren über die Lohnsteuerkarte. Die Lohnsteuer kann aber auch mit einem pauschalen Steuersatz von 25 % des Arbeitsentgelts erhoben werden, ohne dass die Vorlage der Lohnsteuerkarte erforderlich ist (§ 40a Absatz 1 EStG). Diese Pauschalbesteuerung setzt jedoch voraus, dass
– das Arbeitsentgelt des Beschäftigungsverhältnisses im Durchschnitt 12 Euro je Arbeitsstunde und 62 Euro je Arbeitstag nicht überschreitet;
– die Beschäftigung 18 zusammenhängende Arbeitsstage nicht überschreitet;
– kurzfristig Beschäftigte nicht regelmäßig wiederkehrend beschäftigt werden.

Die Begrenzung des Arbeitslohns auf im Durchschnitt 62 Euro je Arbeitstag entfällt aber, wenn die kurzfristige Beschäftigung zu einem unvorhersehbaren Zeitpunkt unverzüglich notwendig wird.

Auch für kurzfristige Beschäftigte ist der Arbeitgeber dazu verpflichtet, ein entsprechendes Lohnkonto zu führen.

Unfallversicherung

Kraft Gesetzes sind kurzfristige Beschäftigte ebenso wie alle anderen Arbeitnehmer für den Fall einer Berufskrankheit oder eines Arbeitsunfalls in der gesetzlichen Unfallversicherung zu versichern. Die Beiträge sind vom Arbeitgeber allein zu tragen. Der Arbeitgeber muss den Beitrag zu dieser Pflichtversicherung an die zuständige Berufsgenossenschaft bezahlen. Die Meldung bei der zuständigen Berufsgenossenschaft erfolgt nicht über die Minijob-Zentrale, sondern über den Arbeitgeber selbst.

Urlaub

Kurzfristige Beschäftigte haben unabhängig von der Höhe ihres Arbeitsentgelts und der Dauer ihrer Arbeitszeit Anspruch auf bezahlten Erholungsurlaub. Dieser Anspruch entfällt, wenn die Beschäftigung auf weniger als einen Monat beschränkt ist.

Fazit

An die Beschäftigung von kurzfristig tätigen Arbeitnehmern ist eine große Zahl von Arbeitgeberpflichten geknüpft. Dabei sind sowohl im Steuer- wie auch im Sozialversicherungsrecht einige gesetzliche Vorschriften zu beachten. Wichtig ist dabei auch die Abgrenzung zwischen kurzfristiger Beschäftigung und Minijob. Weiterführende Informationen können den Internetauftritten der IHK sowie der Seite http://www.ihk-nuernberg.de/de/media/PDF/Publikationen/Recht-Steuern/Geringfuegige-Beschaeftigung_140.pdf entnommen werden.

 

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16 Kommentare

  • Werden darin auch Praktikanten mit eingerechnet? Es gab hierbei nun Änderungen, vielleicht könnt Ihr diese aufgreifen. Wäre sehr interessant.

    • Hallo,

      hiermit möchten wir gerne Deinen Kommentar aufgreifen:

      Bisher wurde ein Praktikum in Form einer kurzfristigen Beschäftigung wie folgt definiert: Ist es ein freiwilliges Betriebspraktikum und ist dieses Praktikum auf 2 Monate bzw. 50 Arbeitstage im Kalenderjahr begrenzt, gilt der Praktikant allgemein versicherungsfrei als kurzfristig Beschäftigter. Die Versicherungsfreiheit gilt für die Kranken- und Pflegeversicherung sowie für die Renten- und Arbeitslosenversicherung. Dabei spielt die Höhe des Entgelts, sofern ein Entgelt vereinbart ist, zunächst keine Rolle.

      Die neue gesetzliche Lohnuntergrenze von € 8,50 pro Stunde bringt ab dem 01.01.2015 einige Änderungen für kurzfristig Beschäftigte. Die zeitliche Begrenzung einer kurzfristigen Beschäftigung wurde von 2 Monaten bzw. 50 Arbeitstagen im Kalenderjahr auf 3 Monate bzw. 70 Arbeitstage im Kalenderjahr erhöht. Somit steht einem Praktikanten im Rahmen einer kurzfristigen Beschäftigung nicht der gesetzliche Mindestlohn von € 8,50 zu, da dieser erst ab einer Beschäftigungsdauer von mehr als 3 Monaten verpflichtend ist.

      Mit freundlichen Grüßen

      Team lohndirekt

  • Hallo zusammen ich habe bezüglich der kurzfristigen Beschäftigung eine Frage.

    Mein Fall:

    Ich habe seit 2012 bis Feb. 2014 voll gearbeitet als Industriekaufmann. Habe im März ein Studium begonnen und nun im August ein Ferienjob begonnen. Werden die Zeiten von Januar und Februar mit in die 50 Tage Regelung mit einbezogen oder wäre das nur der Fall, wenn die Beschäftigung nur kurzfristig gewäsen wäre?

    Also expliziet die Frage ist es korrekt das die Firma mich als Werkstudent abrechnet und nich als kurzfristige Beschäftigung obwohl es nur 6 Wochen waren die ich im Ferienjob gearbeitet habe ?

    Vielen Dank für die Antwort.

    • Guten Tag,

      danke für das von Ihnen gezeigte Interesse an unserem Blog. Mit unserem Blog möchten wir über Themen im Segment Lohn und Gehalt informieren. Dies ist kein beratendes Angebot unserseits, die von uns zur Verfügung gestellten Informationen erheben auch keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Wir können Ihnen zu Ihrer individuellen Fragestellung keine abschließende Antwort aufgrund der uns nicht exakt vorliegenden Falldaten (Steuerdaten) zukommen lassen.

      Folgendes können wir Ihnen aber mitteilen:

      Die Zeit der ehemaligen Hauptbeschäftigung (Jan. – Feb. 2014) wird nicht in der 50 Tageregelung bei Kurzfristig Beschäftigten angerechnet.

      Bei Werkstudenten geht man im Allgemeinen von einer dauerhaften Beschäftigung und nicht von einem Ferienjob aus.

      Mit freundlichen Grüßen

      Team lohndirekt

  • Wislsperger DOminik

    Kann ich für den Monat Dezember bei 2 Arbeitgebern eine Kurzfirstige Beschäftigung eingehen. Beim 1. werde ich Montag bis Mittwoch und den Rest der Woche beim 2. Arbeitgeber arbeiten. Insgesamt erreiche ich nicht die 50 Tage.

    Danke für die Antwort

    Dominik

    • Hallo Dominik,

      zu Deinen Fragen sei Folgendes gesagt:
      Seit dem 01.01.2015 gilt eine Grenze von 70 Tagen sowie eine tägliche Einkommensgrenze, die nicht überschritten werden darf, von 62,00 €. Die Dauer der Beschäftigung darf 18 zusammenhängende Arbeitstage nicht übersteigen und der Stundenlohn höchstens 12 € betragen (§40a Abs.4 EStG).

      Schöne Grüße

      Team lohndirekt

      Zur Information:

      Die vorgenannten Ausführungen erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit, Anwendbarkeit sowie Aktualität und ersetzen somit keine steuer-, wirtschafts- oder fachrechtliche Beurteilung.

      Wir interpretieren die Sachverhalte auf Basis vorliegender Informationen / Ihrer Fragestellung.
      Für etwaige fehlerhafte und/oder unvollständige und/oder zwischenzeitlich geänderte Darstellung /
      Anwendbarkeit von Sachverhalten wird keine Haftung übernommen. Daher sind alle Angaben ohne Gewähr.

  • schokopudding

    Hallo,

    ich hatte letztes Jahr 5 Wochen lang im Augunst und September (5Tage die Woche) als Schüler einen Ferienjob. Dabei wurde mir ganz normal Lohn-, Kirchensteuer, Soli abgezogen, welche ich durch die Steuererklärung wieder zurück bekommen habe. Aber auch bei dem Punkt „private KV und PV oder Pauschalbetrag“ (bin gesetzlich versichert) auf dem Lohnbescheid wurden mir knapp 150€ abgezogen. Laut AOK hatte mich mein Arbeitgeber bei ihnen angemeldet, dies aber wieder storniert, sodass er mich bei der Minijob- Zentral anmelden musste (was er glaube ich laut Meldebescheinigung zur Sozialversicherung auch gemacht hat) und hätte mir eigentlich diese knapp 150€ über den Lohn zuschreiben sollen. Dies ist aber nicht passiert. Kann ich das Geld nun noch zurück fordern?

    Vielen Dank für die Antwort

  • Hallo, ich hätte eine kurze Frage: Ich arbeite Teilzeit (20 Stunden/Woche) auf LST-Karte (Steuerklasse V), zudem habe ich einen Minijob (ca. 8 Stunden/Woche). Nun wurde mir zusätzlich eine kurzfristige Beschäftigung bei einem 3. Arbeitgeber angeboten (ca. 9 Stunden/Woche = 2 Tage in der Woche – Saisonjob). Kann ich diese kurzfristige Beschäftigung steuerfrei zusätzlich ausüben? Gilt hier die 70 Tage Regelung? Und wenn ja, kann diese kurzfristige Beschäftigung nach einer Arbeitspause wieder neu aufgenommen werden? Wohin wendet man sich bei am besten bei Fragen zu Beschäftigungsarten? Vielen Dank für Ihre Mühe!

    • Guten Tag,

      vielen Dank für das Lesen unseres Blogs. Nun zu Deinen Fragen, wir haben zum besseren Verständnis die Antworten hinter Deine Fragen gesetzt:

      … Kann ich diese kurzfristige Beschäftigung steuerfrei zusätzlich ausüben?

      -> Ausüben ja, aber nicht steuerfrei. Eine „Kurzfristige Beschäftigung“ ist grundsätzlich steuerpflichtig. Entweder zahlt der Arbeitgeber Pauschalsteuer. Hier müssen Entgeltgrenzen beachtet werden, aber nur für 18 zusammenhängende Arbeitstage erlaubt somit also Lohnsteuerklasse 6. Die Möglichkeit des pauschalen Lohnsteuerabzugs entfällt, wenn von Anfang an ein wiederholter Einsatz geplant ist. Im Steuerrecht ist es unschädlich, wenn es tatsächlich zu Wiederholungen der Tätigkeit kommt.

      … Gilt hier die 70 Tage Regelung?

      -> Ja, aber nur bezüglich der Sozialversicherung.

      … Und wenn ja, kann diese kurzfristige Beschäftigung nach einer Arbeitspause wieder neu aufgenommen werden?

      -> Diese Beschäftigung war mit dem Fristende beendet. Nur im Steuerrecht ist es unschädlich, wenn es tatsächlich zu Wiederholungen der Tätigkeit kommt.

      … Wohin wendet man sich am besten bei Fragen zu Beschäftigungsarten?

      -> an den Steuerberater Deines Vertrauens oder an einen Steuerfachanwalt

      -> nicht vergessen: Eine „Kurzfristige Beschäftigung“ darf nicht berufsmäßig sein. Das würde Unteranderem zutreffen wenn, dass Entgelt über 450 € im Monat liegt. Gleichfalls muss eine Befristung schriftlich mit vereinbart werden.

      Schöne Grüße

      Dein lohndirekt Team

  • Hallo und vielen Dank für diesen doch sehr informativen Beitrag.
    Leider wurde ich bei der Suche nach einer Antwort auf meine Frage nicht fündig.

    Diese lautet wie folgt:
    Ist es mir möglich meinen 70 Tage Rahmenvertrag zb. bereits nach 10 Monaten zu kündigen um so meine 2-Monataspause vor zu verlegen um dann erneut eine Vertrag beim gleichen Arbeitgeber abzuschießen?

    Um mein Anliegen verständlicher zu machen: Ich würde gerne meine Pause in meine Klausuren Phase und Semesterferien legen, da ich so oder so nicht arbeiten kann. Würde mein Vertrag regulär nach eine Jahr enden, würde meine „zwangs“ Pause genau in eine Zeit fallen, in der ich sehr viel Arbeiten kann. Dieses möchte ich umgehen.

    Mit dank für Ihre Mühen verbleibe ich mit den besten Grüßen

    J. Schulz

  • Hallo, ich habe jemanden Kurzfristig für ein paar Tage auf 70 tagebasis „Kurzfristiger Minijob“ eingestellt.
    https://www.minijob-zentrale.de/DE/0_H…/node.html

    Meine Frage ist nun die Berechnung.

    Wenn der Angestellte die Lohnsteuer (25%) übernimmt, muss ich nun:

    1.) Geldbetrag x 0,75 (100×0,75=75,-€)

    oder

    2.) Geldbetrag / 1,25 (100/1,25= 80€)

    rechnen

    Welche Berechnung ist korrekt?

    Sind die 25% -> 2.) enthalten in den 100,-€ oder 1.) werden sie abgezogen?

    Vielen Dank

  • Guten Tag,

    Ich habe seit einiger Zeit einen Nebenjob bei dem ich etwa 1x pro Woche 7 Stunden arbeite.
    Nun ist ein zweiter Job dazugekommen. Die Arbeitstage hier haben nur 3 Stunden – dafür fällt etwa 1-2 Mal pro Woche eine Schicht an.
    Beide Jobs liegen innerhalb der 70 Tage Grenze. Das Einkommen aus beiden Jobs liegt bei etwa 600€ im Monat. Der erste Job ist steuerfrei, den zweiten versteure ich gemäß der Regelung, die eintrifft, wenn man diesen über die 2. Lohnsteuerkarte abrechnet.

    Ich komme mit beiden Jobs jedoch über die 70 Tage Grenze, jedoch nicht über den Jahresfreibetrag. Was muss ich dennoch beachten, wenn ich über meine 70 Tage komme?

  • Angenommen jemand ist kurzfristig bei einem Arbeitgeber beschäftigt. Nach Ablauf der Frist könnte der AN weiter beim gleichen Unternehmen, jedoch in einem zeitlich befristeten TEILZEIT-Verhältnis arbeiten. 2 Fragen: Wäre dies zulässig, bzw. hätte dies Folgen auf die „vergünstigte“ Pauschalbesteuerung im kurzfristigen Verhältnis? Müsste die Sozialversicherungsbeträge nachträglich bezahlt werden, und wenn ja von wem? AN oder AG?

    Gracias

    • Guten Tag,

      grundsätzlich kann auf eine Kurzfristige Beschäftigung eine Teilzeitbeschäftigung folgen. Wenn aber im Zeitraum der Kurzfristigen Beschäftigung erkennbar ist, dass das Arbeitsverhältnis nach dessen Ende als normales Arbeitsverhältnis weitergeführt wird, ist ab dem Zeitpunkt des Erkennens das Arbeitsverhältnis als voll sv-pflichtig umzuschlüsseln.

      Beispiel: Kurzfristige Beschäftigung vom 05/03-30/04/16 geplant. Wenn dann z.B. am 10/04/16 entschieden wird, dass ab 01/05/16 als Teilzeitkraft weiter gearbeitet werden soll, endet die Kurzfristige Beschäftigung am 10/04/16 und ab 11/04/16 wird es als voll sv-pflichtiges Arbeitsverhältnis weiter geführt. Die SV-Beiträge werden dann vom AG und AN getragen.

      Mit freundlichen Grüßen

      Team lohndirekt

      Zur Information:
      Die vorgenannten Ausführungen erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit, Anwendbarkeit sowie Aktualität und ersetzen somit keine steuer-, wirtschafts- oder fachrechtliche Beurteilung.
      Wir interpretieren die Sachverhalte auf Basis vorliegender Informationen / Ihrer Fragestellung. Für etwaige fehlerhafte und/oder unvollständige und/oder zwischenzeitlich geänderte Darstellung / Anwendbarkeit von Sachverhalten wird keine Haftung übernommen. Daher sind alle Angaben ohne Gewähr.

  • Hallo, ichabe bin Student und bei meinem Nebenjob habe ich vertraglich einen Nettolohn von 12,80€ die Stunde, dh. Alle abgaben werden vom Arbeitgeber abgezogen bevor ich den Lohn von 12,80€/h erhalte. (Brutto ~15,63)
    Wie ist hier die Regelung für den Lohnsteuerjahresausgleich? Bekomme ich etwas zurück oder nur der Arbeitgeber da er alles gezahlt hat?

    • Hallo Felix,

      ein Anspruch für den Arbeitnehmer besteht nur, wenn der Minijob auf Steuerkarte ausgeübt wird.

      Dann gibt es ggf. einen betrieblichen Lohnsteuerjahresausgleich (LSJ), bei der die Überzahlung am Jahresende vom Arbeitgeber ausgezahlt wird. Sollten Sie einen persönlichen LSJ machen, erhalten Sie möglicherweise zu viel gezahlten Steuer auf Ihr Konto erstattet, der Arbeitgeber erhält davon nichts.

      Bei der Pauschalregelung besteht kein Anspruch auf Erstattung der Lohnsteuer.

      Mit besten Grüßen

      Team lohndirekt

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