Zu folgenden Mindestangaben ist der Arbeitgeber auf der Gehaltsabrechnung verpflichtet

Die Gehaltsabrechnung ist einigen Pflichten unterworfen. Gemäß §108  Absatz 3 Satz 1 der Gewerbeordnung in Verbindung mit der Entgeltbescheinigungsrichtlinie gibt es hierbei einige Mindestangaben, die in Lohnabrechnungen berücksichtigt werden müssen. Die Richtlinie definiert den Mindeststandard, den eine Gehaltsabrechnung einhalten soll. Als bloße Richtlinie ist sie jedoch rechtlich nicht verbindlich. Der Arbeitnehmer muss einen Textauszug erhalten, mit dem er die Zusammensetzung seines monatlichen Gehalts nachvollziehen und überprüfen kann.

Dazu zählen Aussagen über den Abrechnungszeitraum und die Zusammensetzung des Arbeitsentgelts. Des Weiteren Informationen über Art und Höhe von Zuschlägen, Zulagen oder sonstige Vergütungen, die der Arbeitnehmer erhält, sowie Angaben zu Art und Höhe von Abzügen, Abschlägen oder Vorschüssen.

Zum 01.07.2013 tritt die neue Entgeltbescheinigungsverordnung in Kraft und ist für alle deutschen Arbeitgeber bei der Erstellung von Gehaltsabrechnung ab diesem Stichtag gesetzlich bindend.

Wir haben für Sie die wichtigsten Mindestangaben einer Gehaltsabrechnung gemäß der momentan geltenden Entgeltsbescheinigungsrichtlinie zusammengestellt.

9 Mindestangaben einer Gehaltsabrechnung über den Arbeitgeber und Arbeitnehmer

Eine Gehaltsabrechnung nach § 108 Abs. 3 Satz 1 der Gewerbeordnung, hat folgende Angaben zu enthalten:

  1. den Namen und die Anschrift des Arbeitgebers
  2. Namen und die Anschrift des Arbeitnehmers,
  3. das Geburtsdatum des Arbeitnehmers
  4. die Versicherungsnummer des Arbeitnehmers (§ 147 SGB VI),
  5. das Datum des Beginns der Beschäftigung und bei Ende der Beschäftigung das Datum des Beschäftigungsendes,
  6. den Abrechnungszeitraum sowie die Anzahl der darin enthaltenen Steuertage und Sozialversicherungstage,
  7. die Lohnsteuerklasse, gegebenenfalls einschließlich des gewählten Faktors, die Zahl der Kinderfreibeträge und die Merkmale für den Kirchensteuerabzug, sowie ggf. Steuerfreibetrag und Steuerhinzurechnungsbetrag nach Jahr und Monat sowie die Steueridentifikationsnummer,
  8. den Beitragsgruppenschlüssel und die zuständige Einzugsstelle für den Gesamtsozialversicherungsbeitrag und
  9. gegebenenfalls die Angabe, dass ein Beitragszuschlag für Kinderlose nach § 55 Abs. 3 SGB XI erhoben wird.

 

Fazit:

Der Tag, an dem die Gehaltsabrechnung den Mitarbeitern überreicht wird, ist für die Meisten ein heiß ersehnter Tag. Mit der Gehaltsabrechnung folgt die Gehaltsauszahlung und somit die Entlohnung für die zuvor erbrachte Leistung. Die Gehaltsabrechnung ist eine schriftliche Erklärung des Arbeitgebers darüber, wie sich das zu zahlende Entgelt für eine Arbeitsleistung zusammensetzt. Regelmäßig handelt es sich um monatliche Gehaltsabrechnungen. Die Verpflichtung zur Erstellung einer Gehaltsabrechnung entfällt, wenn sich die Angaben gegenüber der letzten Abrechnung  nicht verändert haben.

Mit der vom Arbeitgeber erstellten Gehaltsabrechnung hat der Mitarbeiter die Möglichkeit die Abrechnung auf Richtigkeit zu überprüfen. Die Gehaltsabrechnung stellt die Grundlage für die Steuer- und Sozialabgabenzahlungen seitens des Arbeitgebers dar. Umso wichtiger ist, dass sich bei der Erstellung keine Fehler einschleichen. Da zum Beispiel Zahlendreher sich zu großen Rückerstattungsansprüchen auf Seiten der Sozialversicherungsträger entpuppen können.

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