Neue Zeitgrenzen ab 01.01.2015 für kurzfristig Beschäftigte

Kurzfristige Beschäftigung

Zum 01.01.2015 wird in Deutschland der Mindestlohn eingeführt (€ 8,50 je Stunde) und mit ihm kommen auch Veränderungen für die Arbeitszeit von kurzfristig Beschäftigten auf alle Arbeitgeber zu. In Zukunft müssen bei der Personalplanung die neuen Zeitgrenzen für die kurzfristig Beschäftigten berücksichtigt werden.

Wichtig für die Sozialversicherungsfreiheit ist zuerst, dass die Beschäftigung als kurzfristig anerkannt wird. Hierbei muss beachtet werden, dass die Kurzfristigkeit der Beschäftigung entweder aus ihrer Eigenart ersichtlich ist oder aber sie muss von vornherein vertraglich begrenzt sein. Bei Mitarbeitern, die beispielsweise nur im Dezember für das Weihnachtsgeschäft eingestellt werden, kann man sofort erkennen, dass es sich um eine kurzfristige Beschäftigung handelt, die nach Ende des Weihnachtsgeschäftes wieder auslaufen wird. Genauso ist es bei Erntehelfern in der Landwirtschaft. In beiden Fällen handelt es sich um eine kurzfristige Beschäftigung, die der Eigenart der Tätigkeit nach begrenzt ist. Außerdem muss beachtet werden, dass die kurzfristige Beschäftigung nicht berufsmäßig ausgeübt wird.

Bis zum Ende des Jahres 2014 galt die Regel, dass kurzfristig Beschäftigte maximal 50 Tage oder 2 Monate pro Kalenderjahr beschäftigt werden dürfen. Diese Zeiträume verlängern sich nun zum 01. Januar 2015. Kurzfristig Beschäftigte dürfen jetzt maximal 70 Tage oder 3 Monate pro Jahr in einer Firma angestellt werden. Die neue Regelung gilt nur für alle Neueinstellungen ab dem 01. Januar 2015. Für alle Beschäftigungsverhältnisse, die vor dem Jahreswechsel begonnen wurden und darüber hinaus bestehen, gilt die alte Regelung mit maximal 50 Tagen bzw. 2 Monaten.

Ab Januar 2015 ist es so, dass die 70 Tage gelten, wenn die Beschäftigung an weniger als 5 Tagen die Woche ausgeübt wird.  Die 3 Monate werden gewertet, wenn die Beschäftigung an mindestens 5 Tagen die Woche verrichtet wird.

Die neue Regelung ist vorläufig bis zum 31.12.2018 befristet und soll Problemen, die insbesondere im Bereich der Saisonarbeit aufgrund der Einführung des Mindestlohns auftreten könnten, vorbeugen.  Ab Januar 2019 tritt wieder die alte Regelung (50 Tage bzw. 2 Monate) in Kraft.

Weitere Informationen zu kurzfristig Beschäftigten finden Sie auf den Internetseiten der Minijobzentrale.

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