Themenserie Lohnabrechnung Minijob: Wissenswertes zur Krankenversicherung bei einem Minijob außerhalb Privathaushalten

Themenserie Minijob Lohnabrechnung Krankenversicherung

Jeder Bundesbürger hat die Pflicht, sich über eine Krankenversicherung abzusichern. Gemäß § 249 b S. 1 SGB V besteht die Pflicht zur Entrichtung der Versicherungsbeiträge bei einem Minijob für die Arbeitgeber. Der Arbeitnehmer ist im Minijob hingegen laut § 7 SGB V versicherungsbefreit. Minijobber müssen beachten, dass sie zum Zeitpunkt der Aufnahme eines Minijobs eine Krankenkasse vorweisen müssen. Die Arbeitgeber führen bei der Minijob Lohnabrechnung eine Pauschale in Höhe von 13 Prozent des Arbeitsentgelts ab.

Mit unserer Artikelserie zum Thema Minijob Lohnabrechnung möchten wir etwas Licht ins Dunkel bringen. Lesen Sie daher gerne zusätzlich zu dieser Einführung die folgenden Artikel in unserem Blog:

Ehemalige arbeitslose Minijobber sind automatisch Mitglied einer Krankenversicherung. Wagen Arbeitslose mit einem Minijob den Schritt (zurück) ins Berufsleben, sind sie automatisch über das Jobcenter oder das Arbeitsamt krankenversichert. Zudem können Minijobber überprüfen, ob sie ein Anrecht auf eine Mitgliedschaft in der Familienversicherung haben. Die gesetzliche Krankenkasse sieht eine kostenfreie Mitversicherung vor, wenn der Ehepartner versichert ist oder wenn sich ältere Kinder über die Policen der Eltern mitversichern lassen. Als Voraussetzung für diese Krankenversicherung bei Minijobs gilt, dass die Ehegatten in der gesetzlichen Krankenversicherung versichert sein sollten. Für Kinder gilt die Familienversicherung bis zum 18. Lebensjahr oder darüber hinaus unter bestimmten Voraussetzungen. Wird kein sozialversicherungspflichtiger Job ausgeübt und sind die Voraussetzungen für eine Familienversicherung nicht gegeben, sind geringfügig Beschäftigte verpflichtet, eine freiwillige Krankenversicherung abzuschließen. Minijobber dürfen sich zwischen einer privaten oder gesetzlichen Krankenversicherung entscheiden, wobei sich der Beitrag für eine gesetzliche Krankenversicherung auf etwa 140 Euro monatlich beläuft. Da die Beiträge bei einer privaten Krankenversicherung in Abhängigkeit des Geschlechts, des Alters, dem Gesundheitszustand sowie den versicherten Leistungen berechnet werden, erwartet Minijobber in diesem Fall eine monatliche Belastung von durchschnittlich 150 bis 200 Euro. Da diese Beiträge sehr hoch sind, empfiehlt sich eine Anstellung der Arbeitnehmer in der so genannten Gleitzone als so genannter Midijob. Für Geringverdiener reduzieren sich die Kosten für die Beiträge in der Krankenkasse erheblich, wenn Arbeitsentgelte zwischen 450,01 und 850 Euro – also in der besagten Gleitzone – vereinbart werden. Unterschiede zur Krankenversicherung von voll sozialversicherungspflichtigen Mitarbeitern

Bei einer Krankenversicherung in einem Minijob ist es der Regelfall, dass Arbeitgeber nach der Erstellung der Minijob Lohnabrechnung den pauschalen Beitrag für die Versicherung leisten. Der Unterschied zu einem klassischen voll sozialversicherungspflichtigen Vollzeit- oder Teilzeitjob besteht darin, dass die Beiträge für die Krankenkasse bei dieser Form der Anstellung geteilt werden. Ab 2015 übernimmt der Arbeitgeber 7,3 Prozent der Monatsbeiträge und gleichfalls 7,3 % seines Bruttoeinkommens entrichtet der Arbeitnehmer an die gesetzliche Krankenversicherung.

Allerdings gibt es einen zu entrichtenden Höchstbetrag lt. der für jedes Jahr neu festgelegten Beitragsbemessungsgrenze.. Bei einem höheren Einkommen steigen die Beiträge nicht mehr an. Die Beitragsbemessungsgrenze bestimmt als dynamische Einkommensgrenze die maximal zu leistenden Beiträge zur Krankenversicherung und deckelt damit die Beiträge zur Krankenkasse.

Teilen
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Bitte die folgende Aufgabe lösen: * Time limit is exhausted. Please reload CAPTCHA.