Versicherungspflichtig im Minijob: Befreiung von der Rentenversicherung

Versicherungspflichtig im Minijob: Befreiung von der Rentenversicherung

Seit dem 1. Januar 2013 sind auch geringfügig Verdienende – so genannte Minijobber – rentenversicherungspflichtig. Unter bestimmten Voraussetzungen ist eine Befreiung von der Rentenversicherungspflicht möglich.

Wann besteht Rentenversicherungspflicht?

Bis zum 31.12.2012 waren Minijobber nicht rentenversicherungspflichtig. Seit dem 1. Januar 2013 gilt die geänderte Gesetzeslage für alle geringfügig Beschäftigten, die ihre Tätigkeit nach diesem Stichtag aufgenommen haben.

Angestellte, die ihre geringfügig entlohnte Beschäftigung vor dem 1. Januar 2013 bereits aufgenommen haben, bleiben weiterhin rentenversicherungsbefreit, es sei denn, das Gehalt wurde nach dem 1. Januar 2013 auf einen Betrag von über 400,- € bis maximal 450,- € angehoben. In diesem Fall werden auch diese Mitarbeiter rentenversicherungspflichtig.

Höhe des Beitragssatzes im Unternehmen

Es gelten geringere Beitragssätze. Der Arbeitgeberanteil beträgt hier nur 15 % des Bruttolohnes. Der Arbeitnehmer hat die Differenz von diesem Pauschalanteil des Arbeitgebers zum gesetzlich geltenden Beitragssatz zu zahlen. Bei dem derzeitigen Satz von 18,7 % leistet der Arbeitnehmer folglich einen Beitrag in Höhe von 3,7 % des Gehalts.

Minijob im Privathaushalt

Wird ein Minijobber im Privathaushalt beschäftigt, gelten wiederum andere Beitragssätze. In dem Fall entrichtet der Arbeitgeber nur einen pauschalen Beitragssatz von 5 %, während der Arbeitnehmer die Differenz von 13,7 % zu leisten hat.

Antrag bei Minijob – Befreiung von der Rentenversicherungspflicht

Minijobber haben jederzeit die Möglichkeit, sich auf Antrag von der Rentenversicherungspflicht befreien zu lassen. Die Antragstellung erfolgt über den Arbeitgeber. Das Online-Formular zur Antragstellung kann auf der Internetseite der Minijob Zentrale der Deutschen Rentenversicherung heruntergeladen werden:
Antrag Minijob Befreiung Rentenversicherung

Der Antrag wird direkt an die Minijobzentrale gerichtet.

Folgen der Befreiung

Bei erfolgter Befreiung von der Rentenversicherungspflicht entfällt lediglich der zu entrichtende Beitragssatz des Minijobbers. Der Arbeitgeberanteil bleibt davon unberührt und ist weiterhin zu entrichten.

Haftungsrisiko trägt der Arbeitgeber

Der Arbeitgeber zeichnet für die korrekte Anmeldung des Arbeitnehmers verantwortlich und trägt auch das Haftungsrisiko, sollte eine später erfolgende Betriebsprüfung ergeben, dass die Voraussetzungen für den Minijob falsch übermittelt wurden und somit höhere Ansprüche und Rückerstattungsforderungen entstehen.

Weitere Informationen finden Sie auf: die minijobzentrale.de

 

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