Weihnachtsgeschenke an Mitarbeiter – Steuerfreie Freuden zur Weihnachtszeit

Die aktuellen Rahmenbedingungen für steuerfreie Weihnachtsgeschenke an Mitarbeiter in einer übersichtlichen Zusammenfassung;

Nach einem arbeitsreichen Jahr kommt die Zeit der Besinnlichkeit. In Fenstern und an Straßenzügen leuchten die Weihnachtssterne. Spätestens jetzt beschäftigen sich Arbeitgeber mit der Frage der Weihnachtsgeschenke an Mitarbeiter. Im allgemeinen heißte es, dass bis 44 Euro  Weihnachtsgeschenke an Mitarbeiter steuerfrei sind. Im Prinzip ist das richtig, aber so einfach kann es im Steuerrecht nicht zugehen. Der Blogbeitrag fasst zusammen, welche gesetzlichen Vorgaben bei der Überreichung von Weihnachtsgeschenken an Mitarbeiter zu beachten sind.

So bleiben Ihre Weihnachtsgeschenke an Mitarbeiter steuerfrei

Weihnachten ist ein Fest des Schenkens, daher sind Weihnachtsgeschenke an Mitarbeiter üblich, zählen aber steuerlich nicht zu den Aufmerksamkeiten, die Sie seit Anfang 2015 sogar bis 60 Euro steuer- und beitragsfrei an Ihre Mitarbeiter überreichen dürfen. Lt. Gesetzestext sind  „Sachzuwendungen zu besonderen persönlichen Anlässen“ und solche Anlässe sind zum Beispiel die Hochzeit, die Geburt eines Kindes sowie der Geburtstag des jeweiligen Mitarbeiters, nicht aber allgemeine Feiertage. Trotzdem können Weihnachtsgeschenke an Mitarbeiter steuerfrei bleiben, wenn bestimmte Rahmenbedingungen erfüllt sind. Einen Überblick finden Sie in der folgenden Liste, die Sie aber nicht ohne die anschließenden Erläuterungen nutzen sollten, denn auch hier steckt der Teufel im Detail:

  • Der Wert des Geschenks darf 44 Euro nicht überschreiten.
  • Nur Sachzuwendungen sind steuerfrei.
  • Die Freigrenze gilt für den Gesamtbetrag innerhalb des Monats.

44 Euro Freigrenze für Weihnachtsgeschenke an Mitarbeiter nutzen

Weihnachten ist gar nichts Besonderes, wenn es um die Besteuerung von Geschenken an Ihre Belegschaft geht. Grundsätzlich zählen alle Geschenke an Arbeitnehmer zum Arbeitslohn und müssen entsprechend versteuert werden. Wie andere Sachzuwendungen bleiben aber auch Ihre Weihnachtsgeschenke an Mitarbeiter steuerfrei, wenn Sie die Bagatellgrenze von 44 Euro nicht überschreiten. Dieser Grenzwert gilt aber nicht für das einzelne Geschenk, sondern für die Summe aller Zuwendungen im selben Monat. Es gibt also keine Sonderregelung für Weihnachtsgeschenke an Mitarbeiter, sondern Sie dürfen Ihnen jeden Monat Sachzuwendungen mit einem Wert bis 44 Euro zukommen lassen. Nicht unter diese Regelung fallen Vorteile, die Sie nach §37b oder §40 EStG pauschal versteuern. Sie werden steuermäßig völlig unabhängig betrachtet, ebenso wie die Aufmerksamkeiten, die Sie zu besonderen persönlichen Anlässen überreichen.

Was passiert beim Überschreiten der Freigrenze von 44 Euro?

Die 44 Euro für geringfügige Zuwendungen sind kein Freibetrag, der auch beim Überschreiten steuerfrei bleiben würde. Wenn der Wert Ihrer Weihnachtsgeschenke an Mitarbeiter die Freigrenze von 44 Euro übersteigt, wird also der gesamte Betrag steuerpflichtig. Das heißt, bei einem Geschenk im Wert von 44,01 Euro ist zum Beispiel nicht nur ein Cent zu versteuern, sondern 44,01 Euro. Dazu kommen auch noch die Sozialversicherungsbeiträge, die bei steuerfreien Zuwendungen in der Regel ebenfalls entfallen. Andererseits können Sie bei einem solchen, teureren Geschenk gegebenenfalls die Pauschalbesteuerung nach §40 EStG nutzen, damit der Beschenkte es nicht versteuern muss. In diesem Fall bleibt Ihnen die Freigrenze von 44 Euro für weitere Zuwendungen im selben Monat erhalten. Dabei sollten Sie aber noch auf einen weiteren Fallstrick achten.

Der Wert zählt, nicht die tatsächlichen Kosten

Für die Berechnung der Freigrenze ist nicht der Betrag entscheidend, den Sie als Unternehmer für die Geschenke gezahlt haben, sondern der Preis, den der Beschenkte normalerweise zahlen müsste, übliche Rabatte eingerechnet. Wenn Sie also besonders günstige Einkaufsbedingungen für die Beschaffung Ihrer Weihnachtsgeschenke an Mitarbeiter nutzen, die nur Ihrer Firma gewährt werden, kann das Finanzamt für die Bestimmung der Steuerpflicht einen höheren Wert ansetzen. In solchen Fällen sollten Sie die Freigrenze von 44 Euro also nicht bis zum letzten Cent ausnutzen. Auch Waren, die Sie selbst herstellen und als Weihnachtsgeschenke an Mitarbeiter verteilen, werden entsprechend beurteilt.

Nur Sachzuwendungen fallen unter die 44-Euro-Regelung

In einem Arbeitsverhältnis zählen normalerweise alle geldwerten Vorteile zum Lohn eines Arbeitnehmers. Die Freigrenze von 44 Euro erlaubt Ihnen das Verteilen kleinerer Zuwendungen, die auch außerhalb des Arbeitsverhältnisses üblich wären. Daher ist sie an die Form einer Sachleistung gebunden. Nicht dazu zählen Arbeitsessen und Verköstigungen während oder aus Anlass eines außergewöhnlichen Arbeitseinsatzes, für die gesonderte Regelungen gelten.

Auch Geld kann eine Sachzuwendung sein

Die Freigrenze von 44 Euro gilt zwar ausschließlich für Sachzuwendungen. Trotzdem können selbst Weihnachtsgeschenke an Mitarbeiter steuerfrei bleiben, die Sie Ihnen in Form von Geld überlassen. Dazu müssen Sie den Betrag aber mit der Auflage übergeben, dass der Beschenkte ihn für einen bestimmten Zweck nutzt. Auch Geschenke in Form von Gutscheinen bleiben steuerfrei, selbst wenn sie einen bestimmten Betrag ausweisen. Eine anders lautende Regelung bezüglich Betragsangaben und Höchstbeträgen auf Warengutscheinen wurde zum Jahr 2015 aus den Lohnsteuer-Richtlinien gestrichen. Entscheidend für die Steuerfreiheit ist, ob der Beschenkte eine Sachleistung oder einen frei verfügbaren Geldbetrag vom Arbeitgeber einfordern kann.

So bereiten Ihre Weihnachtsgeschenke an Mitarbeiter uneingeschränkte Freude

Wenn Sie Ihren Betriebsangehörigen zum Weihnachtsfest mit kleinen Geschenken eine Freude bereiten wollen, sollten Sie sich gut über die steuerrechtlichen Bedingungen informieren, damit Ihre Weihnachtspräsente nicht vom Finanzamt einen unangenehmen Nachgeschmack bekommen. Allgemein sind zwar Weihnachtsgeschenke an Mitarbeiter bis 44 Euro steuerfrei möglich, ob die Steuerfreiheit gewährt wird, hängt aber von einigen Details ab. In diesem Zusammenhang sollten Sie auch daran denken, dass sich die Regelungen, die für Weihnachtsfeiern als Betriebsveranstaltungen gelten, zu Beginn 2015 deutlich geändert haben.

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