Wenn Leistung sich lohnt – Bonuszahlungen

Wenn Leistung sich lohnt – Bonuszahlungen

Bonuszahlungen können eine motivierende und eine demotivierende Wirkung haben. Was für Vergütungssysteme und damit verbundene Maßnahmen am sinnvollsten und erfolgreichsten sind, muss individuell festgelegt werden. Um die Motivation effektiv zu steigern, sollte den Mitarbeitern ausreichend Anreiz gegeben werden.  Die Mitarbeiter sind des Weiteren mit genügend Informationen zu versorgen, denn ein undurchschaubares Bonussystem steigert die Motivation der Mitarbeiter genauso wenig, wie ein System, dass eine zu geringe Bezahlung verspricht. Was bei Bonuszahlungen unter anderem zu bedenken ist,  zeigt folgender Beitrag.

 

Jede Führungskraft kennt es: Mitarbeiter müssen motiviert werden. Was für Anreize kann man schaffen, dass Mitarbeiter dauernd motiviert und leistungsorientiert arbeiten? Wie hoch sollten die Ziele gesteckt und die Boni angesetzt sein? Lohnt es sich für den Arbeitgeber?
Im Folgenden möchten wir diese Fragen und ihren Zusammenhang mit Bonus- oder Prämienzahlungen beleuchten.

Unter einem Bonus versteht man in der Regel eine zusätzliche zum Grundgehalt gewährte Leistung des Arbeitgebers, der meist an der individuellen Leistung des Arbeitnehmers oder an den Ergebnissen des Unternehmens bzw. einer Abteilung gemessen wird. Solch ein Bonus – auch Prämie genannt – wird vom  Arbeitgeber meist als freiwillige Leistung erbracht.

Warum könnte sich ein Arbeitgeber dazu veranlasst sehen, Bonuszahlungen zu tätigen?
Bonussysteme können sich motivierend und leistungssteigernd auf die Mitarbeiter auswirken. Ein Anreiz in Form von zusätzlichem Gehalt bringt viele Mitarbeiter dazu, das Unternehmen voranzubringen, indem sie selbst versuchen, ihre individuelle Leistung zu steigern, um mehr Leistungen zu erhalten.
Jedoch kann sich ein derartiger Motivationsversuch auch in die andere Richtung umkehren. Die Ökonomen Uri Gneezy und Aldo Rustichini haben dazu einen interessanten Grundsatz aufgestellt: „Zahlen Sie genug oder gar nicht.“ Eine Bonuszahlung kann demnach demotivierend wirken, denn eine zu geringe Bezahlung wird wie Almosen angesehen.

Die Theorie „Je größer die Belohnung, desto größer die Leistung“ trifft jedoch auch nicht in jedem Fall zu. So gibt es zum Beispiel den so genannten „Crowding-out Effekt“ (Verdrängungseffekt), der sich negativ auf die Motivation und das Unternehmen auswirken.  Dieser Effekt zeigt sich möglicherweise darin, dass Mitarbeiter, die vorher motiviert waren, alle Arbeiten durchzuführen, nun eher die Tätigkeiten ausüben, die besonders honoriert werden, wobei ebenfalls wichtige Arbeiten auf der Strecke bleiben. „Ein von außen kommender Eingriff bewirkt, dass eine Tätigkeit, die ihrer selbst wegen unternommen wird, […]  verdrängt wird“.

Überdies wirken sich auf die Motivationssteigerung die unterschiedlichen Ansätze der materiellen Leistungen aus, die ein Mitarbeiter erhält. Es hat unterschiedliche Effekte, wenn er zum Beispiel monatlich zusätzlich zu seinem Festgehalt einen leistungsorientierten Prämienlohn, Akkordlohn, eine Provision, ein Sonderentgelt oder eine Zulage erhält oder, ob eine jährlich auszuzahlende Erfolgsbeteiligung am Unternehmensgewinn festgelegt ist.

„Solche Maßnahmen können durchaus erfolgreich sein“, so Michael Beckmann, Professor für Personal und Organisation, Universität Basel, „und die gewünschte Leistungsbereitschaft bewirken.“
Wichtig ist, dass eindeutige Ziele ausgemacht und die Mitarbeiter mit ausreichenden Informationen über diese Maßnahmen versorgt werden. Am besten muss eine Zielvereinbarung schriftlich und klar formuliert werden. Letztendlich muss vom Arbeitnehmer und Arbeitgeber eindeutig messbar sein, inwieweit der Arbeitnehmer seine Ziele erreicht hat. Vor allem, wenn sich die Höhe der leistungsorientierten Vergütung an dem Unternehmenserfolg bemisst, kann durch diese Anreize eine Steigerung erkennbar werden.

Vor der Entwicklung eines Plans für ein Bonussystem in Ihrem Unternehmen ist es erst einmal wichtig herauszufinden, welche Ziele sie damit verfolgen. Möchten  Sie den Kundenservice verbessern? Geht es Ihnen primär um eine Steigerung der Gewinne oder der Produktivität? Weiterhin muss festgelegt werden, was genau durch dieses Bonussystem honoriert werden soll.

Welches System leistungsorientierter Vergütung sich für Ihr Unternehmen lohn,t muss individuell bestimmt werden.  Wenn Sie ein gut ausgearbeitetes Bonussystem haben, werden Ihre Mitarbeiter merken, dass Leistung sich lohnt und wird diese weiter motivieren, Bestleistungen zu bringen.

Weitere Informationen zum Crowding-Out Effekt finden Sie unter folgenden Links:
http://www.fhnw.ch/wirtschaft/pmo/weiterbildung/MAS%20HRM%20Thesis/bonus-gut-alles-gut

http://4managers.de/management/themen/anreizsysteme/#c3386

http://www.business-wissen.de/artikel/leistungsorientierte-verguetungssysteme-die-richtige-zielwahl-bei-bonussystemen/

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