Jobtickets

Jobtickets

Stellt der Arbeitgeber seinem Arbeitnehmer für die Fahrten zwischen dessen Wohnung und der Arbeitsstätte ein Jobticket zur Verfügung, handelt es sich um steuerpflichtigen Arbeitslohn, sofern die Aufwendungen nicht als Reisekosten gezählt werden.

Definition Jobticket

Bei Jobtickets handelt es sich um Zeitkarten in Form von Monats- oder Jahresfahrkarten, welche von Unternehmen oder Behörden bei den Verkehrsunternehmen erworben werden, um sie an ihre Mitarbeiter weiterzugeben. Ob der Arbeitgeber seinen Arbeitnehmern die Jobtickets verbilligt oder unentgeltlich zur Verfügung stellt – grundsätzlich liegt ein geldwerter Vorteil in Form eines Sachbezugs vor.

Überlässt der Arbeitgeber seinem Arbeitnehmer das Jobticket zu dem, mit dem Verkehrsbetrieb vereinbarten Preis, geht man jedoch nicht von einem geldwerten Vorteil aus.

Der Arbeitgeber kann nach § 40 Abs. 2 Satz 2 EStG das Jobticket regelmäßig mit 15 Prozent pauschal versteuern. Daraus ergibt sich eine Sozialversicherungsfreiheit. In der Steuererklärung gibt der Mitarbeiter für die Fahrten zwischen seiner Wohnung und der Arbeitsstätte eine Entfernungspauschale von jeweils 0,30 Euro pro Entfernungskilometer als Werbungskosten an.

44-Euro-Freigrenze und Jobticket

Für die Anwendung der 44-Euro-Freigrenze nach § 8 Abs. 2 Satz 11 EStG ist der Zeitpunkt des Sachbezugs relevant. Erhält der Mitarbeiter das Jobticket verbilligt oder kostenlos vom Arbeitgeber zur Verfügung gestellt, ist die 44-Euro-Freigrenze anwendbar. Bei Überschreiten der Monatsfreigrenze, beispielsweise bei dem Überlassen von Jahresfahrscheinen, muss Lohnsteuer abgeführt werden.

Bei der Überlassung einer Monatskarte oder einer monatlichen Fahrberechtigung, bei der das Jobticket allerdings über einen längeren Zeitraum geht, greift die 44-Euro-Freigrenze, wenn

  • das monatliche Ticket monatlich ausgehändigt wird oder
  • es sich um Tickets handelt, die zwar für einen längeren Zeitraum gelten, jedoch für jeden Monat freigeschaltet oder aktiviert werden müssen.
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